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Rabatte geben – Mit diesen Aktionen lockst du Kundschaft an

von | 1. August 2022

Kund:innen lieben es, wenn Unternehmen einen Rabatt geben. Aber ruinieren Rabatte nicht eigentlich total den Gewinn? Dieser Mythos kann gebusted werden! Wenn Rabatte richtig kalkuliert sind, lockst du mit ihnen nicht nur Kundschaft an, sondern kannst auch noch deinen Umsatz und Gewinn steigern. Wie das genau funktioniert, erfährst du hier!

Warum solltest du Rabatte geben?

Dass man mit Rabattcodes und Rabattaktionen Kundschaft anlockt, ist spätestens nach dem Black Friday, Sommerschlussverkauf, Amazon Prime Day und Co. bekannt. Aber welche Vorteile bieten dir Rabatte sonst noch? Und gibt es eventuell auch Nachteile? In welchem Verhältnis stehen sie zueinander?

VorteileNachteile
Du kannst neue Kundschaft gewinnenEventuell erreichst du Menschen, die nicht deiner Zielgruppe entsprechen
Deine Ladenhüter können endlich verkauft werdenDeine Gewinnspanne kann kleiner werden
Du kannst dich gegen deine Konkurrenz durchsetzenDein wahrgenommener Business-Wert kann sich verändern, Stichwort: Billiganbieter:in
Deine perfekte Gelegenheit, um Cross- und Upsells anzubieten
Deine Marke bekommt einen Wiedererkennungswert für gute Preise

Es gibt also auch ein paar Nachteile, die Rabatte mit sich ziehen. Aber du wärst hier nicht auf dem Shore Blog, wenn es dafür nicht auch eine Lösung geben würde. So kannst du zum Beispiel durch Rabatte an den richtigen Stellen und zum richtigen Zeitpunkt vermeiden, dass du nur Schnäppchenjäger:innen als Zielgruppe erreichst. Schließlich willst du nicht als Billiganbieter:in bei deiner Konkurrenz bekannt sein. Deinen Gewinn kannst du durch diese Maßnahmen übrigens auch sichern.

Wie kalkulierst du Rabatte also richtig ein?

Eigentlich selbsterklärend – damit du nicht in der Masse mit deinen Rabatten untergehst, solltest du der Masse auch nicht einfach blind folgen. Lass dich also gar nicht erst auf den Preiskrieg mit deiner Konkurrenz ein, sondern überlege, welche Ziele du mithilfe deiner Rabattaktionen erreichen willst. Sidenote: Natürlich kannst du diene Konkurrenz nicht ganz aus den Augen behalten, da du sonst irgendwann einfach nicht mehr marktfähig bist. Trotzdem gilt, nur wenn du auf deine eigenen Kund:innen und Zahlen eingehst, kannst du mit Rabatten in deinem Business einen Gewinn machen.

Finde die Rabattform, die für dich am besten passt

Rabattschlachten wie Black Friday und Co. sind in erster Linie nur für die großen Online-Plattformen wie Amazon profitabel. Aber keine Sorge, für dein Small Business bieten sich trotzdem andere erfolgsversprechende Rabattaktionen an. Diese konzentrieren sich dann jedoch primär auf eine Vertrauensbildung und eine nachhaltige Kundenbeziehung. Also genau das, was man in kleinen Unternehmen braucht. Welche Rabatte kannst du also für dich nutzen?

Kundenkarten
Du willst deine Kundenbindung stärken? Dann sind Kundenkarten genau das Richtige für dich! Loyalitätsprogramme dieser Art bedeuten nämlich treue und langfristige Kund:innen, eine gesteigerte Kundenzufriedenheit und auch etwa eine Umsatzsteigerung durch speziell zugeschnittene Kampagnen.
Neukundenrabatte
Neukundenrabatte eigenen sich, wie der Name auch schon sagt, perfekt dafür, um neue Kundschaft ins Geschäft zu locken und sind mittlerweile auch schon fast ein Standard. Mit Neukundenrabatten kannst du Kund:innen auf deine E-Mail-Listen setzen (Stichwort: Newsletter) und gibst diesen potenziellen Käufer:innen die Möglichkeit, deine Marke oder auch deine Produkte zu einem reduzierten Preis auszuprobieren. Trotzdem musst du dir bewusst werden, dass du mit dieser Art von Rabatten eventuell auch einfach nur Schnäppchenjäger:innen anlockst.
Kunden-werben-Kunden-Rabatte
Wenn deine Kunden zufrieden sind, werden sie von sich aus ihren Freunden und ihrer Familie davon berichten? Pustekuchen! Damit Kunden neue Kunden werben, musst du dich schon ein bisschen ins Zeug legen. Kunden-werben-Kunden-Rabatte kommen immer gut an: „Bring deine/n Freund:in zum nächsten Termin mit und nur eine/r zahlt.“
Rabattpakete
Rabattpakete eignen sich perfekt für deine Stammkundschaft. Besonders im Dienstleistungssektor kann man sie super einsetzen, indem du zum Beispiel drei Maniküren zum Direktkauf anbietest und anstatt von etwa 90 Euro nur 70 Euro verlangst. Das Ganze funktioniert also ähnlich wie Gutscheine.
Blitzverkäufe
Nutze das psychologische Instrument der starken, zeitlichen Limitierung. Das heißt, begrenze deinen Rabatt mengenmäßig, aber auch zeitlich. Diese Strategie ist besonders sinnvoll, wenn du einen Hype auf einen bestimmten Zeitpunkt konzentrieren willst, aber auch wenn du Ladenhüter endlich loswerden möchtest.
Gratisgeschenk bei einem Kauf
Ein Gratisgeschenk bei einem Kauf ist nicht unbedingt direkt ein Rabatt. Aber dein/e Kund:in bekommt etwas umsonst und wer schlägt nicht gerne zu, wenn es etwas umsonst gibt. Diese Taktik wird übrigens häufig bei Erstkund:innen angewandt, die ihr Gratisgeschenk nach dem ersten Einkauf in Anspruch nehmen können.
Mengenrabatt
Je mehr Geld du ausgibst, desto mehr Geld kannst du sparen. Das ist zumindest der Grundgedanke hinter den Mengenrabatten beziehungsweise Staffelrabatten, bei denen die Prozentsätze mit der Summe des Warenkorbs deiner Kundschaft steigen. Wenn du übrigens einen Online-Shop besitzt, kannst du den Staffelrabatt auch für den Wegfall von Versand- oder Transportkosten in Betracht ziehen.

Achte bei deinen Rabattaktionen auf die rechtlichen Vorgaben

Im Jahr 2001 wurde das Rabattgesetz liberalisiert. Das heißt allerdings trotzdem noch lange nicht, dass du ohne juristische Einschränkungen mit Rabattaktionen um dich werfen darfst. Vor allem das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und das Telemediengesetz (TMG) müssen bei der Rabattvergabe beachtet werden.

So steht etwa im UWG zum Thema „Irreführende geschäftliche Handlungen“:

(1) Unlauter handelt, wer eine irreführende geschäftliche Handlung vornimmt, die geeignet ist, den Verbraucher oder sonstigen Marktteilnehmer zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er andernfalls nicht getroffen hätte.

§ 5 Irreführende geschäftliche Handlungen

Bleibe also auf jeden Fall fair bei deinen Rabattformen! Außerdem ist am 28. Mai 2022 ist die neue Preisangabenverordnung (PAngV) in Kraft getreten. Seither gilt bei der Werbung mit Rabatten eine neue preisangabenrechtliche Informationspflicht. Gemäß dem neu geschaffenen § 11 PAngV ist bei der Werbung mit Preisermäßigungen ein vorheriger Verkaufs- beziehungsweise Gesamtpreis anzugeben. Dabei richtet sich dieser anzugebende vorherige Gesamtpreis nach dem niedrigsten Gesamtpreis, der in den letzten 30 Tagen für diese Ware gefordert wurde.

Falls du dir unsicher sein solltest, kannst du dich auch immer an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt wenden, die/der alle juristischen Fragen zu deinen Rabattmaßnahmen klären kann und im Auge behalten kann, ob du dich an alle Marktregeln hältst.

Warum kommen Rabatte eigentlich so gut bei der Kundschaft an?

Preisnachlässe und Rabatte haben ihre eigene Reihe von psychologischen Berührungspunkten. Diese können sowohl positiv als auch negativ ausfallen. So machen Rabatte zum Beispiel von dem Verknappungsphänomen gebrauch. Preisnachlässe, die nämlich mit einer gewissen Dringlichkeit verbunden sind, sind in der Regel sehr effektiv, weil deine Kundschaft mit der Frage konfrontiert wird: „Jetzt oder nie?“. Natürlich kennen wir alle das Gefühl von FOMO und entscheiden uns dann letztendlich meist für das Teilnehmen, beziehungsweise in diesem Fall den Kauf. Die meisten Menschen geben außerdem gerne damit an, ein „gutes Geschäft“ gemacht zu haben. Wer also einen großzügigen Rabatt auf etwas erhält, fühlt sich schlauer und wird sich auch nicht scheuen, anderen von der Transaktion zu erzählen.

Achtung: Problematisch wird es für dich, wenn du deine Kundschaft durch zu häufige Rabatte so konditioniert hast, dass sie auf Rabattaktionen warten, bevor sie bei dir vorbeischauen. Außerdem können Preisnachlässe die wahrgenommene Qualität deiner Waren verringern. Stelle also ein Wertversprechen auf. Was unterscheidet dich von anderen? Warum ist der Kauf bei dir die beste Wahl – abgesehen vom Preis?

Rabattschilder an einer Wand

Wie erfahren Kund:innen von deinen Rabatten?

Ganz wichtig, auch bei Rabatten geht es um die richtige Werbung. Besonders gut funktioniert die Werbung mithilfe des Internets. Viele Unternehmen nutzen zum Beispiel Social Media, um ihre Kundschaft über Rabattaktionen zu informieren und sie so zum Kauf zu animieren. Aber auch Newsletter funktionieren immer super! Eine andere Möglichkeit sind Webseiten für Gutscheine. Meist erhält man dort einen Rabattcode, den man dann beim Einkauf im Onlineshop des Anbieters eintragen muss. Ganz klassisch kannst du aber auch einfach über die Rabattanzeigen bei dir im Geschäft oder im Schaufenster werben. Oft gibt es auch lokale Aktionen, die viel Aufmerksamkeit bringen können. Zum Beispiel kannst du einen Rabatt-Adventskalender machen. Am 3. Dezember würde es dann etwa 10 Prozent auf jeden Kaffee beim Café um die Ecke geben.

Tipp: Versuch doch mal mit krummen Prozentzahlen aus der Masse herauszustechen, so bleibst du mit Sicherheit bei potenzieller Kundschaft im Gedächtnis.

Letztendlich gilt beim Geben von Rabatten

  • Setze dir Ziele und werte sie entsprechend aus
  • Entscheide dich für die richtige Rabattform
  • Vergiss nicht deine Rabatte zu bewerben
  • Wirf nicht mit Rabattaktionen um dich, sondern begrenze sie lieber

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Leonie

Leonie

Leonie liefert regelmäßig ofenfrische Blogartikel. Außerdem sagt sie in unseren Newslettern auch immer mal wieder “Servus!”, obwohl sie eigentlich aus der Stadt kommt, die gar nicht existiert (Für alle, die den Witz nicht kennen – wir reden hier von Bielefeld). Als Morgenmuffel spricht man sie lieber nicht vor der ersten Tasse Kaffee an, aber ansonsten ist sie für jeden Spaß zu haben. Wenn du noch mehr über sie erfahren willst, besuche sie doch gerne mal bei LinkedIn.