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Energiesparen am Arbeitsplatz: Maßnahmen für Friseursalons

von | 19. Mai 2022

Warmwasser, Beleuchtung und zahlreiche Elektrogeräte: Der Energieverbrauch in einem Friseursalon ist nicht gerade gering. Strom, Wasser und Heizung können echte Geldfresser in deinem Salon sein – vor allem bei den derzeit hohen Energiepreisen. Höchste Zeit also, deinen Friseursalon genauer unter die Lupe zu nehmen: Wo verschleuderst du am meisten Energie und wo lassen sich easy Kosten einsparen?

Energiesparen: Wo fängt man am besten an?

Der durchschnittliche Friseursalon verbraucht jedes Jahr 25.000 Kilowattstunden Energie – das ist eine ganze Menge, die natürlich auch eine ganze Menge kostet. Laut Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz zahlt ein Friseursalon im Durchschnitt 3.000 Euro pro Jahr für Energie.

Wofür geht denn nun am meisten drauf? Der Energiefresser Nummer Eins ist …tadaaa: die Heizung! 30% der Energiekosten entfallen im durchschnittlichen Salon auf das Heizen. Hier liegt also viel Sparpotenzial. Ähnlich ist es bei der Beleuchtung: Circa 25 Prozent der Energiekosten entstehen durch die Beleuchtung im Salon – auch daran lässt sich arbeiten. Danach kommen Föhn und Co. (18%), Waschmaschine, Trockner und Kühlschrank (13%), Warmwasserenergieverbrauch (11%) und schließlich Lüftung, Abluft und Klimatisierung (3%).

Wie steht es um DEINEN Salon?

 
Energiesparen ist eine sehr individuelle Sache. Jeder Friseursalon heizt, föhnt und wäscht schließlich unter anderen Bedingungen. Vielleicht ist das Gebäude, in dem du deinen Salon hast, schon top isoliert, dafür steht eine Waschmaschine aus dem Jahr 1980 im Keller. In anderen Salons wird vielleicht das Wasser unnötig lange laufen gelassen, dafür sind die Lampen schon mit LEDs ausgerüstet. Kurz: Bevor du anfängst, über Energiesparmaßnahmen nachzudenken, solltest du eine ausführliche Bestandsaufnahme machen. Du kannst dir dafür Hilfe von einer/einem professionelle:n Energieberater:in holen (Energieberatungen werden teils auch gefördert) oder selbst Verbrauch und Kosten erfassen und auswerten. Das E-Tool der Mittelstandsinitiative bietet beispielsweise kostenfrei die Möglichkeit, betriebsspezifische Energiedaten zu erfassen, Energieträger zu analysieren und so Ansätze zur Optimierung aufzudecken.

Um schnell herauszufinden, wo du energietechnisch mit deinem Salon stehst, kannst du auch eine Energiekennzahl aus Verbrauch und Quadratmeterzahl deines Salons berechnen. Dafür teilst du deinen Jahresstromverbrauch in kWh durch die Quadratmeterzahl deiner Salonfläche. Der durchschnittliche Verbrauch eines Friseursalons liegt laut SWH.EVH bei 120 bis 189 kWh pro Quadratmeter pro Jahr.

So sparst du Energie

Jetzt wird’s konkret! Wenn du die Energieübeltäter:innen in deinem Salon entlarvt hast, kannst du anfangen, spezifische Maßnahmen umzusetzen. 

Beleuchtung

 
Ganz klar: Ein Friseursalon sollte hell und freundlich eingerichtet sein. An der Beleuchtung zu sparen und dann Kamm und Schere nur noch ertasten zu können, macht wenig Sinn. Ein erster Schritt wäre aber, alle alten Lampen durch LED-Leuchten zu ersetzen, da diese viel energiesparender sind. Auch Bewegungsmelder in Toiletten oder Aufenthaltsräumen können sinnvoll sein – so kann niemand vergessen, das Licht auszumachen. 

Heizung

 
Sparsam heizen solltest du prinzipiell nicht – schließlich sollen sich deine Kund:innen bei dir wohlfühlen. In den meisten Fällen lässt sich aber an der Effizienz beim Heizen arbeiten. Windfänge, selbstschließende Türen, hochwertige Fenster und eine gute Wärmedämmung können dir jede Menge Heizkosten sparen. Außerdem solltest du darauf achten, dass deine Heizung regelmäßig gewartet wird. 

Wasser

 
Um nicht unnötig viel Wasser zu verbrauchen, kannst du Perlatoren, beziehungsweise Sparregler verwenden. Mit diesen Aufsätzen für den Wasserhahn sparst du jede Menge Wasser – und damit auch bares Geld. Wenn du außerdem die Nutzung von Handtüchern und der Waschmaschine in deinem Salon effizienter gestaltest, kannst du zusätzlich Wasser einsparen. So kannst du zum Beispiel pro Kund:in wirklich nur ein Handtuch verwenden, etwas dünnere oder schmalere Handtücher anschaffen und darauf achten, dass die Waschmaschine erst angemacht wird, wenn sie ganz voll ist. 

Elektronische Geräte

 
Beim Neukauf elektronischer Geräte solltest du darauf achten, dass diese idealerweise das Label A tragen – das entspricht der besten Klasse der neuen Energielabels, die es seit März 2021 gibt. A+++ existiert damit nicht mehr, jetzt sind es Geräte mit dem Label A, die am energieeffizientesten laufen. Außerdem lohnt es sich, Geräte wie Föhn oder Trockenhauben regelmäßig zu reinigen. Wichtig sind hier vor allem die Staubfilter. Und natürlich gilt: Geräte im Standby-Modus laufen zu lassen, kostet unnötig viel Energie, die man sich auch einfach sparen kann. 

Mitarbeiter:innen schulen

 
So ausgeklügelt deine Energiesparmaßnahmen auch sein mögen – wenn deine Mitarbeiter:innen diese nicht kennen und umsetzen, nützen sie alle nichts. Deshalb ist es wichtig, dass du bei deinen Mitarbeiter:innen ein Bewusstsein fürs Energiesparen schaffst. Regelmäßige Schulungen und kleine Erinnerungen am Arbeitsplatz können helfen, beschlossene Maßnahmen auch wirklich umzusetzen.

Unsere Infografik zum Thema Energiesparen im Friseursalon_01

Spar’s dir!

 
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