Zweiter Lockdown: Alles, was Unternehmen jetzt wissen müssen

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(Stand: 23.02.2021) Seit dem 02. November befinden wir uns im zweiten Lockdown. Und damit stehst du wieder vor allerlei Fragen: Wer muss schließen? Welche Unternehmen dürfen geöffnet bleiben? Welche Regelungen gelten? Welche Unterstützung gibt es vom Staat? Wie kommunizierst du richtig mit deinen Kunden? Wie sicherst du dir trotzdem Umsatz? Fragen über Fragen – wir versuchen hier alle Antworten für dich zu sammeln. Wir werden diesen Artikel regelmäßig aktualisieren und dich hier auf dem Laufenden halten.

Friseure dürfen wieder öffnen

Friseure – sowie in vielen Bundesländern auch die (medizinische) Fußpflege – dürfen ab dem 01. März 2021 unter strengen Auflagen wieder öffnen. Die aktualisierten Hygienemaßnahmen für Friseursalons findest du in diesem Artikel.

Update vom 23. Februar 2021: In Bayern dürfen ab dem 01. März 2021 auch andere körpernahe Dienstleistungen wieder öffnen.

Muss ich meinen Salon, mein Studio, meine Praxis oder meinen Shop nun schließen?

Welche Unternehmen müssen schließen? Welche dürfen geöffnet bleiben? Dazu sieht der Bund-Länder-Beschluss Folgendes bis zum 07. März 2021 vor:

  • Gastronomiebetriebe, Bars, Clubs, Kneipen etc. bleiben geschlossen, dürfen aber Take-Away und Lieferungen anbieten
  • Betriebe für Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios bleiben geschlossen. In machen Bundesländern gibt es Ausnahmen.
  • Friseursalons dürfen unter strengen Auflagen ab dem 01. März 2021 wieder öffnen.
  • Groß- und Einzelhandel müssen geschlossen bleiben mit Ausnahme des Einzelhandels für Lebensmittel, der Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarktern von Lebensmitteln, der Abhol-und Lieferdienste, der Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, der Apotheken, der Sanitätshäuser, der Drogerien, der Optiker, der Hörgeräteakustiker, der Tankstellen, der Kfz-Werkstätten, der Fahrradwerkstätten, der Banken und Sparkassen, der Poststellen, der Reinigungen, der Waschsalons, des Zeitungsverkaufs, der Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, des Weihnachtsbaumverkaufs und des Großhandels. In manchen Bundesländern gibt es Ausnahmen für einzelne Bereiche wie Blumenläden, Gärtnereien etc.
  • Theater, Opern und Kinos müssen geschlossen bleiben.
  • Fitnessstudios, Schwimmbäder und andere Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung dienen, müssen geschlossen bleiben.
  • Hotels dürfen nur für notwendige, nicht touristische Zwecke geöffnet haben.

Bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 35 dürfen die Länder die nächsten Öffnungsschritte einleiten. Diese umfassen den Einzelhandel, Museen, Galerien sowie körpernahe Dienstleistungen.

Den detaillierten Beschluss findest du auch nochmal auf der Website der Bundesregierung.

 

Geschäfte müssen wegen des Corona-Virus geschlossen werden

Welche Unterstützung gibt es von der Bundesregierung?

Auch beim zweiten Lockdown sollen mit außerordentlichen Wirtschaftshilfen Unternehmen und Arbeitsplätze geschützt werden. Die bestehenden Hilfsmaßnahmen sollen verlängert und die Konditionen verbessert werden. Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern sollen 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats erhalten.

Wie genau, das Hilfspaket der Regierung aussieht und wie du die Unterstützungen beantragen kannst, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Wie soll ich mit meinen Kunden kommunizieren?

Besonders für Dienstleister ist es sehr wichtig, dass sie in einer Situation wie der Corona-Krise professionell mit ihren Kunden kommunizieren. Ob am Telefon, per E-Mail oder über Social Media: Wichtig ist es, sachlich und ruhig zu bleiben.

Lies dazu auch unseren Artikel über die richtige Kundenkommunikation in Zeiten des Coronavirus.

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Wie geht es anderen Unternehmern in der Corona-Krise?

Auch wenn du dein Geschäft schließen musstest, jetzt zu Hause sitzt, dir Gedanken über die Zukunft deines Unternehmens machst und gerade keine Kunden oder Kollegen zu Gesicht bekommst- du bist nicht allein. So wie dir geht es vielen anderen Unternehmern auch! In unserer Interview-Reihe „Unternehmen in der Corona-Krise“ haben wir Dienstleister während des ersten Lockdowns zu ihrer Situation befragt:

Und kennst du schon unsere Corona-Austauschgruppe für kleine Unternehmen und Dienstleister bei Facebook? Dort kannst du dich mit anderen Selbstständigen vernetzen und Erfahrungen teilen.  #gemeinsamsindwirstark

Wo kann ich mich informieren?

Hier findest du eine Liste mit Webseiten, auf denen du dich als Unternehmer in der Corona-Krise informieren kannst. Außerdem haben wir hier auch wichtige Kontaktdaten zusammengestellt.

  • Hier kannst du dich informieren, wie du die finanzielle Unterstützung beantragen kannst: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de
  • Informationen und Unterstützungen für Unternehmen, findest du auf der Website des Wirtschaftsministeriums.
  • Informationen für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld findest du auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.
  • Informationen zum Coronavirus vom deutschen Industrie- und Handelskammertag für deutsche Unternehmen findest du hier.
  • Aktuelle Informationen zum Corona-Virus vom Robert-Koch-Institut findest du hier
  • Die Hotline der KfW, bei der man sich als Selbstständiger oder Unternehmer über Kredite informieren kann lautet: 0800 539 9001.

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