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Kolumne: „Mit Gesicht bitte“ – Wie sieht die Zukunft des Bezahlens aus?

von | 8. Februar 2022

In unserer Kolumne berichten wir regelmäßig über die Tücken, Freuden und Leiden des Business-Lebens. Wie der Name Kolumne schon sagt, geht es hier um die persönliche Meinung des Autors und nicht um eine wissenschaftliche Abhandlung über das Paarungsverhalten der Schnabelbrust-Schildkröte. Ein Falsch oder Richtig gibt es also nicht!

Wie werden wir in Zukunft bezahlen?

Lass uns einmal einen Blick in die Zukunft werfen – in die Zukunft des Bezahlens, um genau zu sein. Ich stelle mir das so vor: Ich stehe mit einem Haufen neuer Klamotten, einer neuen Frisur oder auch mit frisch lackierten Fingernägeln an der Kasse eines Geschäftes und möchte bezahlen. „Das wären dann 56,50 Euro bitte“ – „Ja, mit Gesicht bitte“. Der/die Verkäufer:in tippt einmal auf sein/ihr Tablet, ich drehe den Kopf leicht nach rechts, damit ein Gerät neben der Kasse mein Gesicht scannen kann und das Ganze ist bezahlt. Fertig!

„Als meine Freundin vor dem Bestellen fragte, ob sie hier auch mit Karte zahlen könne, schüttelte ich innerlich zuerst den Kopf. Na klar, dachte ich, warum sollte das denn nicht gehen?“

Zugegeben: An der Formulierung „mit Gesicht bitte“ müsste man vielleicht noch etwas feilen. Ansonsten halte ich dieses Szenario aber theoretisch für möglich. Theoretisch! Denn – Schnitt in die Gegenwart – vor ein paar Monaten musste ich mal wieder feststellen, dass wir in Deutschland von einem solch angenehmen Bezahlvorgang wohl nicht nur ein paar Jahre, sondern eher ein paar Lichtjahre entfernt sind. Angesprochen fühlen kann sich der Italiener ein paar Straßen von mir entfernt. Ich war mit einer Freundin unterwegs, mittags wollten wir uns schnell die Pizza des Tages mitnehmen und gemütlich zu Hause essen. Als meine Freundin vor dem Bestellen fragte, ob sie hier auch mit Karte zahlen könne, schüttelte ich innerlich zuerst den Kopf. Na klar, dachte ich, warum sollte das denn nicht gehen? Da schüttelte aber der Kellner seinerseits den Kopf: „Ne, hier nur bar.“

Obwohl Eltern es einem ja oft und gerne predigen („Du musst immer Bargeld dabei haben! Was ist, wenn es mal nicht mit Karte geht?“), hatten wir natürlich beide kein Bargeld dabei. Verunsichert wechselten wir ein paar Blicke und wanden uns schließlich mit einem „Ahh ja, dann gehen wir noch schnell Geld abheben“ aus der Situation heraus. Kleiner Spoiler: Wir gingen natürlich nicht schnell Geld abheben, sondern einmal über die Straße zum nächsten Italiener, bei dem wir wie gewohnt mit Karte zahlen konnten. Die Pizza dort war auch gut, ich machte mir in Gedanken eine Notiz zu dem Bargeld-Italiener (Achtung: Keine Kartenzahlung!). Vor ein paar Jahren wäre das alles für mich wohl noch kein Problem und meine Tasche voll mit Bargeld gewesen – heute merke ich es mir ganz genau, wenn ich irgendwo nicht mit Karte zahlen kann.

Die Zeit ist reif!

Was ich damit sagen möchte: Standards ändern sich. Auch wenn Kartenzahlung früher utopisch und unnötig geklungen haben mochte – heute werden Dienstleister:innen und Einzelhändler:innen, die nur Bargeld nehmen, langsam aber sicher zur Ausnahme. Dass sie damit ihre Kund:innen noch glücklich machen, wage ich zu bezweifeln. Wie immer gilt: Erfolgreich wird auf Dauer nur sein, wer mit der Zeit geht. Das bedeutet nicht, dass du dich jetzt sofort nach Gesichtszahlungsmethoden umsehen musst (wobei auch das ja schon beispielsweise in der Moskauer U-Bahn gut funktioniert). Aber die Zeit für Kartenzahlungen ist definitiv gekommen.

„Erfolgreich wird auf Dauer nur sein, wer mit der Zeit geht.“

Geh den nächsten Schritt!

Wenn du bisher noch auf ein geheimes Zeichen gewartet hast – hier ist es! Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um über eine Kartenzahlung nachzudenken (falls du deinen Kund:innen diesen Service nicht schon längst bietest). Ich verzichte darauf, dir noch einmal alle Vorteile von Kartenzahlungen vorzubeten. Wenn du möchtest, kannst du das alles in unserem Artikel „(Kredit-)Kartenzahlung anbieten: „Kann ich bei Ihnen mit Karte zahlen?““ nachlesen. Das Fazit kann ich dir jetzt schon mal verraten: Kartenzahlung lohnt sich und ist heutzutage ein absolutes Muss!

Leg los!

Lass deine Kunden nicht länger warten und gib ihnen jetzt die Möglichkeit, bei dir mit Karte zu zahlen! Und die Ausrede „Das ist so kompliziert, ich weiß nicht, wo ich anfangen soll“ lassen wir nicht mehr gelten. Denn genau vor deiner Nase liegt die Wunderwaffe, nach der du so lange gesucht hast: Shore POS, unser intelligentes Kassensystem! Wir liefern dir nicht nur ein Kartenlesegerät und einen Bondrucker, sondern auch gleich die passende Kassensoftware dazu, mit der Abrechnung, Warenwirtschaft, Buchhaltung & Co. zum Kinderspiel werden.

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Anna

Anna

Anna ist eine begeisterungsfähige Person, die viel und gerne über alle Themen schreibt, die sie interessieren und sich gerne in der Nähe von Gewässern, lieben Menschen und manchmal zu lange an der richtigen Wortwahl aufhält. Wird schnell ungeduldig, wenn etwas zu lange dauert, kann aber gleichzeitig etliche Stunden im richtigen Buchladen verbringen und sich dort vor allem schwer vom Wühltisch mit den Alpenkrimis losreißen. Ist darüber hinaus der festen Überzeugung, dass Obst besser schmeckt, wenn Mütter es aufschneiden oder man es auf einem Berggipfel isst.