Zielgruppenanalyse – Kennst du deine Kunden tatsächlich?

Mehrere durchsichtige Schaufensterpuppen, die nebeneinander stehen

Es ist immer wichtig, dass man die Menschen versteht, die man ansprechen will. Kennst du die Bedürfnisse deiner Kunden überhaupt schon? Selbst, wenn du schon eine Zielgruppendefintion hinter dir hast und du deshalb scheinbar ein Bild von deinem Kundenstamm hast, ist es sinnvoll zu überprüfen, ob du tatsächlich den Durchblick hast. Die Zielgruppenanalyse hilft dir dabei enorm! Wir zeigen dir, was du dabei beachten musst.

Soziodemographische Daten für die Zielgruppenanalyse

Ähnlich wie bei der Zielgruppendefinition musst du natürlich gewisse Grunddaten zu deinen Kunden besitzen, um dir ein erstes Bild von ihnen machen zu können. Dafür eignen sich besonders die soziodemographischen Daten. An dieser Stelle musst du dir dann aber auch immer die Frage stellen, ob du diese Daten überhaupt brauchst. Der Datenschutz sollte nämlich immer an erster Stelle stehen und natürlich ist es einfacher diesen zu berücksichtigen, je weniger Daten du tatsächlich sammelst. Also:

  • Alter: Welche Altersgruppe willst du ansprechen? Gibt es eventuell gar keine Altersbegrenzung?
  • Geschlecht: Ist das Geschlecht relevant oder ist dein Angebot für ein Unisex-Publikum ausgelegt ist?
  • Wohnort: Musst du wissen, wo deine Kunden leben, damit du zum Beispiel weißt, ob sie dich gut erreichen können?
  • Beruf: Ist das Interessengebiet nur auf eine bestimmte Berufsgruppe ausgelegt oder kann jeder etwas damit anfangen?
  • Bildung: Muss man einen bestimmten Bildungsstand erreicht haben, um überhaupt etwas mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung anfangen zu können?
  • Familienstand: Sprichst du eher Singles, Paare oder Familien an? Vielleicht kann man dein Angebot sowohl allein als auch zusammen nutzen?
  • Interessen: Welche Interessengebiete deckst du mit deinem Angebot ab und für welche Personen ist es damit relevant?
  • Werte: Spielen die Werte deiner Kunden eine Rolle für ihre Kaufentscheidung?

Kaufverhalten analysieren

Mit dem generellen Wissen über deinen Kundenstamm hast du auf jeden Fall schon einmal eine gute Grundlage. Trotzdem musst du wahrscheinlich noch tiefer in die Materie eindringen, um genauere Aussagen über deine Kunden machen zu können. Du willst wissen, wie der Lebensstil und das Verhalten deiner Zielgruppe aussehen. Damit kannst du darauf schließen, warum sie zum Beispiel dein Angebot in Anspruch nehmen oder Produkte kaufen, wann, über welche Kanäle etc. Du wirst dann verstehen, wie sie ticken und auch vor welchen Herausforderungen sie bei der Kaufentscheidung stehen.

Eine Silhouette einer Person, die scheinbar eine Entscheidung trifft.

Kaufmotiv

Was bewegt deine Kunden dazu, dein Produkt zu kaufen oder dein Angebot in Anspruch zu nehmen? Gibt es einen bestimmten Anlass, wie ein Geburtstag, eine Hochzeit oder Ähnliches? Oder brauchen sie vielleicht nur eine Entlastung im Alltag und du kannst als wahrer Zeitsparer wirken?

Beeinflusser

Was oder wer beeinflusst die Kaufentscheidung deiner Kunden? Das kann zum Teil auch mit dem Kaufmotiv zusammenhängen. Aber vielleicht haben deine Kunden auch eine Empfehlung durch Freunde oder einen Influencer erhalten.

Tipp: Überlege dir zum Beispiel auch, wen du als Markenbotschafter einsetzen könntest und somit zu deinem perfekten Brand Ambassador machen kannst. Wir haben hier auch einen Artikel, der dir dazu noch weitere Infos gibt.

Markenpräferenzen

Eventuell haben deine Kunden auch einfach ein Auge auf Markenware gelegt und sind wahre Elstern, wenn es um neue Produkt-Drops ihrer Favoriten geht. Du könntest diese beliebten Marken zum Beispiel mit in dein Sortiment aufnehmen. Oder du überzeugst bei deinen eigenen Angeboten mit noch besserer Qualität oder auch erweiterten Funktionen.

Point of Sale

Der Point of Sale, der Verkaufsort, hängt im gewissen Rahmen auch mit dem Wohnort zusammen. Vielleicht besitzt du keine Ladenkette, sondern nur eine kleine Boutique oder einen Salon in der Innenstadt. Dein Kundenkreis könnte aber zum Beispiel in anderen Städten oder auf dem Land wohnen. Dann ist es sinnvoll darüber nachzudenken einen Onlineshop und eine Website anzulegen. Deine Reichweite kann dadurch nämlich enorm steigen.

Kauffrequenz

Sind die Produkte und Leistungen, die du anbietest, eher einmalige Investitionen für deine Kunden oder kannst du damit rechnen, dass deine Kunden wiederkommen oder beispielsweise Auffüllpackungen bei dir kaufen werden? Das Wissen darüber kann dir übrigens nicht nur bei der Zielgruppenanalyse helfen, sondern gibt dir auch Auskunft darüber, wie viele Produkte du lagern solltest oder bei welchen Leistungen du eventuell weiteres Personal benötigst.

Uhrzeit

Zu welchen Uhrzeiten kommen deine Kunden in dein Geschäft, dein Studio oder deinen Salon? Eventuell hat sich ja herausgestellt, dass deine Kunden lieber am Nachmittag nach der Arbeit herumbummeln oder sich einen neuen Haarschnitt gönnen. Gleichzeitig kannst du aber auch mit Frühaufstehern rechnen, die gerne vor dem ganzen Kundenansturm eine Kleinigkeit besorgen oder sich schnell die Nägel machen lassen.

Preissensibilität

Hier musst du beachten, wie viel deine Kunden bereit sind zu zahlen, aber auch wie hoch ihr Einkommen ist. Wenn nur ein geringes Haushaltseinkommen verfügbar ist, können sich deine Kunden überteuerte Produkte und Leistungen leider nicht leisten. Bleibe bei der Preisauswahl also auf jeden Fall fair.

Wie kommst du überhaupt an all diese Informationen?

Fragebogen Kundenfeedback

Umfragen

Umfragen werden gerne genutzt, weil sie mit wenigem Aufwand viele Informationen hervorbringen können. Außerdem bieten sie die perfekte Möglichkeit für deine Kunden, anonym zu bleiben. Sie müssen sich also keine Gedanken machen, dass ihre Daten zur persönlichen Werbebombardierung verwendet werden. Wichtig ist allerdings, dass du deine Fragen konkret stellst, damit es nicht zu Unsicherheiten und somit zu unspezifischen Antworten kommt.

Interviews

Interviews bieten dir klare Ergebnisse, da du die Chance hast, bei Missverständnissen noch einmal nachzuhaken. Leider ist jedoch weniger Anonymität für deine Kunden möglich. Außerdem hast du auch insgesamt einen größeren Aufwand, weil du die Interviews immer nur mit einzelnen Personen durchführen kannst. Entweder muss also die Quantität oder die Qualität deiner Ergebnisse leiden.

Online-Recherche

Die Online-Recherche ist eine günstige und schnelle Option für dich. Allerdings ist sie nicht unbedingt die intensivste Analyse, deshalb solltest du sie auch nur als Ergänzung für andere Datenerhebungen nutzen. Online kannst du zum Beispiel relativ einfach Informationen zum Alter, Geschlecht, oder auch der Herkunft deiner Websitenutzer finden – zum Beispiel mit Google Analytics. Damit kannst du nämlich genau nachvollziehen, wer deine Website benutzt und wie sie sich verhalten.

Persona erstellen

Eine unbekannte Person wird in einem pinken Scheinwerferlicht eingefangen.

Und was sollst du jetzt mit all diesen Informationen? Aus den gesammelten Daten deiner Kunden kannst du jetzt „Prototypen“ deiner typischen Kunden erstellen. Du erstellst also eine oder auch mehrere Personas, die deine idealen Kunden widerspiegeln. Du kannst so deine Marketingkommunikation genau auf sie abstimmen und somit auch eine nachhaltige Kundenbeziehung fördern. Außerdem bekommst du eine Auskunft darüber, welche deiner Produkte und Leistungen beliebt sind.

Wichtig ist zu beachten, dass du die Zielgruppenanalyse und die damit zusammenhängende Profilerstellung als einen fortlaufenden Prozess ansehen solltest. Wir befinden uns heutzutage in einem anhaltenden Wandel, der eine Anpassung deiner Kundenorientierung mit sich ziehen sollte.

Kundenmanagement mit Shore

Auch technisch gesehen sollte man mit dem Wandel der Zeit gehen. Eine Software kann dir zum Beispiel einiges an Arbeit abnehmen, wenn es um die Zielgruppenanalyse geht.

Mit Shore hast du jederzeit alle wichtigen Kundeninformationen parat. Jeder deiner Kunden ist im System digital mit einem individuellen Profil abgebildet. Dort findest du alle wichtigen Eckdaten: von Adressinformationen bis hin zu Buchungshistorie und anstehenden Terminen. So stehen dir alle geschäftsrelevanten Kundeninformationen genau dann zur Verfügung, wenn du sie brauchst. Das ist die Basis für noch besseren Kundenservice.

Zusätzlich kannst du Notizen zu jedem Kunden eintragen und darüber hinaus Bilder und Dokumente unkompliziert in das Kundenmanagement-System hochladen. Kunden mit ähnlichen Merkmalen können wiederum bestimmten Gruppen zugeordnet werden – als optimale Grundlage für effektive Marketingaktivitäten.

Diese Artikel könnten dich auch interessieren