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Stuhlmiete für Friseur:innen: 5 Dinge, über die du dir im Klaren sein solltest!

von | 17. Februar 2022

Stuhlmiete für Friseur:innen – das klingt nach einem super Konzept! Du mietest einen Stuhl in einem voll ausgestatteten Salon, bedienst hier deine Kund:innen und musst dich sonst um nichts kümmern – das erledigt schließlich alles der/die Saloninhaber:in für dich. Oder?! Einen Teil dieser schönen Illusion müssen wir dir leider rauben: Das Modell der Stuhlmiete hat natürlich viele Vorteile – es gibt aber auch einige Dinge, über die du dir im Klaren sein solltest. Welche Dinge das sind, erfährst du hier!

Stuhlmiete – was genau meint das?

Aber lass uns am Anfang beginnen. Was versteht man eigentlich genau unter dem Begriff „Stuhlmiete“? Damit ist gemeint, dass ein:e Geschäftsinhaber:in einen Teil seines/ihres Salons an ein:en andere:n Friseur:in vermietet. Diese:r darf also den Friseurstuhl und den Salon dazu nutzen, eigene Kund:innen zu bedienen. Welche Geräte und Produkte der/die Mieter:in verwenden und welche Kund:innen er/sie bedienen darf, muss im Voraus festgelegt werden.

Stuhlmiete für Friseur:innen: Das sollte dir klar sein

1. Du bist selbstständig – mit allem drum und dran

Als Stuhlmieter:in arbeitest du zwar in einem fremden Salon, du bist aber trotzdem selbstständig. Eine Stuhlmiete kann also auch ein guter Anfang in die Selbstständigkeit sein, da du dein eigenes Business mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz starten kannst. Du hast alle Vorteile einer selbständigen Arbeit: Du kannst deine Arbeitszeiten frei bestimmen, Termine nach Lust und Laune vergeben, dein Salonmarketing nach deinen eigenen Vorstellungen gestalten und dir so viele Urlaubstage nehmen, wie du möchtest. Dafür musst du dich allerdings auch um alles Mögliche selbst kümmern: Der Eintrag in der Handwerkskammer, die Gewerbeanmeldung, die Betriebshaftpflicht, Versicherungen, die Kassen- und Buchführung sowie Steuerzahlungen sind allein deine Sache.

2. Du musst rechtlich absolut sauber aufgestellt sein

Damit kommen wir gleich zum zweiten Punkt: Bei einer Stuhlmiete gibt es den ein oder anderen rechtlichen Fallstrick. Wenn die beiden Unternehmen (Stuhlmieter:in und Stuhlvermieter:in) beispielsweise nicht rechtlich ordentlich voneinander getrennt sind, besteht die Gefahr der Scheinselbstständigkeit. Damit du hier nicht in die Bredouille gerätst, ist es empfehlenswert, sich zu Beginn juristische Hilfe zu holen.

3. Du brauchst einen eigenen Unternehmensauftritt

Als Stuhlmieter:in bist du also ein eigenes kleines Unternehmen in einem Unternehmen – das kann für deine Kund:innen schon mal etwas verwirrend sein. Umso wichtiger ist es, dass du deinen Status nach außen hin kommunizierst. Du solltest also eine eigene Website haben und im besten Fall auf diversen Social Media Plattformen vertreten sein, ein Schild mit deinem Logo vor dem Salon aufstellen, dein eigenes Marketing betreiben und deine Terminbuchungen selbst organisieren. In unserem kostenlosen Marketing E-Book für Dienstleister:innen haben wir einige Tipps für dich zusammengeschrieben, die dein Business zum Strahlen bringen werden!

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4. Du solltest Wert auf einen ordentlichen Vertrag legen

Wirst du die Produkte deines/deiner Stuhlvermieters/-vermieterin mitbenutzen und eine Strichliste führen oder hältst du deine eigenen bereit? Wie wird abgerechnet, wenn ein:e Kund:in ein Produkt kauft? Wo darfst du dein Logo im Salon platzieren? Soll es einen festen Mietpreis oder eine Umsatzbeteiligung geben und wie soll mit Laufkund:innen umgegangen werden? All solche Dinge solltest du mit deinem/deiner Vermieter:in auf jeden Fall in einem Vertrag festhalten. Geh dabei ins Detail – auch wenn es vielleicht etwas kleinkariert wirkt. Im Fall der Fälle ist jede:r froh, wenn klare Regelungen getroffen wurden.

5. Du bist allein verantwortlich für deine Termine

Ob der Laden läuft oder nicht, hängt ganz allein von dir ab. Deshalb solltest du vor allem darauf achten, dass es für deine Kund:innen so entspannt wie möglich ist, einen Termin bei dir zu buchen. Wenn dein Stuhlmiete-Business eine One-(Wo)Man-Show ist und du nicht die ganze Zeit am Telefon hängen kannst, empfiehlt sich eine gute Software für Onlineterminbuchung. Deine Kund:innen können buchen, wann und wo sie wollen und du hast Zeit, dich auf deine Kundschaft vor Ort zu konzentrieren. Außerdem stellt dich eine eigene Terminbuchung auch wieder mehr als das selbstständige Unternehmen heraus, das du bist.

Eine Friseurin legt ihrer Kundin, die auf einem Stuhl sitzt, einen Friseurumhang um

Gesucht, gefunden!

Wenn du dich jetzt fragst, wo du auf die Schnelle eine gute Terminbuchungssoftware herbekommen sollst, dann haben wir da was für dich. Mit unserer Shore Software gibst du deinen Kund:innen die Möglichkeit, ihre Termine online zu buchen – sowohl über deine Website als auch über Instagram. Ganz nebenbei könnte Shore auch noch dein Kassensystem, deine Kundenkartei und dein:e Marketinghelfer:in sein (wir haben uns schließlich nicht umsonst das Wort „digitale Komplettlösung“ auf die Fahne geschrieben). Neugierig?

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