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Studie: Digitalisierung im Handwerk – Risiko oder Chance?

von | 11. März 2020

Handwerk – das sind kräftige Hände, die den letzten Spahn eines Meisterstücks abhobeln und dann den Schweiß aus dem verschwitzen, aber zufriedenen Gesicht des bärtigen Tischlers wischen. Das ist ein mehlbestäubter Laib Brot, der nach stundenlangem Kneten endlich im Holzofen landet und dort goldbraun gebacken wird. Oder das ist die letzte Schraube, die noch einmal angezogen wird, damit auch wirklich alles sitzt. Aber kann Handwerk dann auch intelligente Tracking-Systeme, digitale Terminverwaltung und moderne Technologien bedeuten? Die Antwort lautet ganz klar JA! Denn die Digitalisierung ist schon längst im Handwerk angekommen. Das zeigt eine Studie im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband des deutschen Handwerks, bei der 504 Handwerksbetriebe in Deutschland zu diesem Thema befragt wurden. 

Flexibler, direkter und spontaner

Vor allem im privaten Sektor spürt man den immensen Einfluss von Internet und Smartphone. Zuerst schrieb man keine Briefe mehr, sondern Mails. Irgendwann hat man Leute nicht mehr angerufen, sondern SMS geschrieben. Heute kommuniziert man fast ausschließlich über Social Media, WhatsApp und Co. Dieser Wandel wirkt sich nicht nur auf die Kommunikation im persönlichen Umkreis aus, sondern auf sämtliches Sozialverhalten. Um Kinokarten zu reservieren, ruft man nicht mehr an, sondern bucht die Plätze direkt online. Auch der Tisch im Restaurant wird online reserviert. Bücher, Stifte, Shampoo, Tassen, Teller, Laptop, Süßigkeiten, Spiele – alles wird im Internet bestellt.

Digitalisierungstrend im Handwerk

Vor diesem Trend ist auch die Handwerksbranche nicht gefeit. Die Menschen verändern sich. Die Digitalisierung macht sie spontaner, flexibler, aber auch nachlässiger. Der Handwerker wird gegoogelt. Der potentielle Kunde möchte dabei eine attraktive, moderne Website finden mit einer konkreten Darstellung von Angebot und Preisen. Außerdem möchte er den Termin am liebsten direkt online buchen. Anrufen kostet zu viel Zeit und ist um halb zwölf Uhr nachts auch gar nicht mehr möglich. Dazu verlässt er sich auf eine Terminbestätigung per Mail oder SMS und auch eine Terminerinnerung am Tag vorher, damit er den Termin auch nicht vergisst.

Hat das Handwerk Angst vor der Digitalisierung?

Die Digitalisierung stellt 56 Prozent der Handwerker laut eigenen Angaben vor eine große Herausforderung. Dabei ist der Großteil (77 Prozent) um die IT-Sicherheit und den Datenschutz besorgt. 73 Prozent geben außerdem die hohen Investitionskosten als Hemmnis in der Digitalisierung an. Und ist dann einmal alles Nötige angeschafft und bezahlt, haben viele Handwerker Bedenken hinsichtlich der Anwendung der neuen Technologie. Denn 67 Prozent sehen die mangelnde Digitalkompetenz der Mitarbeiter sowie die Berührungsängste der Handwerker gegenüber digitalen Technologien (64 Prozent) als Hürden. Dementsprechend sehen sich auch ganze 71 Prozent der Handwerksbetriebe als Nachzügler beim Thema Digitalisierung. Besonders erschreckend: 23 Prozent der Befragten sehen durch die Digitalisierung ihre Existenz gefährdet! Dabei sollte Digitalisierung ja eigentlich nicht zu mehr Schwierigkeiten führen, sondern zu weniger. Und zum Glück sehen das die meisten Betriebe auch genauso.

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Handwerker sind bereit für die Digitalisierung

Denn die Studie bringt auch wirklich gute Nachrichten. 69 Prozent der befragten Betriebe sehen die Digitalisierung als große Chance und ein Großteil ist damit auch schon sehr weit. So gehört eine eigene Website für fast alle Handwerksbetriebe zum Standard (95 Prozent) und schon über die Hälfte kontrolliert ihre betrieblichen Abläufe mit Hilfe einer Software. Auch Kundenbeziehungen managen fast die Hälfte der Betriebe digital. Die wichtigsten Vorteile von digitalen Anwendungen sehen die Handwerker dabei in der optimierten Lagerung und Logistik (91 Prozent), in der Zeitersparnis (81 Prozent) sowie in der flexiblen Arbeitsorganisation (78 Prozent).

Unser Fazit: Keine Panik auf der Titanic! Denn das Handwerker-Schiff geht mit der Digitalisierung nicht unter, sondern wird dadurch erst richtig flott gemacht! Neue Entwicklungen gehen immer mit Herausforderungen einher. Sie bedeuten zunächst einen finanziellen Einsatz und vor allem die Weiterbildung von Mitarbeitern zum Umgang mit digitalen Anwendungen. Verständlich, dass darauf nicht alle Handwerksbetriebe sofort mit Freudenschreien reagieren. Aber der Großteil der Handwerksbetriebe sieht vor allem die enormen Vorteile und Erleichterungen, die digitalisierte Prozesse mit sich bringen. Dabei geben allerdings die meisten auch an, noch viel ungenutztes Potenzial zu haben und bei der Digitalisierung noch etwas hinterher zu hinken.

Digitalisierung als Chance begreifen

Du hast auch noch Luft nach oben?

Du möchtest deinen Betrieb auch an die Digitalisierung anpassen und deine Arbeitsabläufe erleichtern? Dann hätten wir da was für dich. Wir wissen, dass du dich als Handwerker am liebsten auf eines konzentrierst: Dein Handwerk. Damit du das tun kannst, nehmen wir dir gerne einen Großteil des lästigen Drumherums ab. Wertvolle Stunden mit Terminvereinbarungen vergeuden, Kunden an vergessene Termine erinnern und dann auch noch ans Marketing denken? Da kannst du drauf verzichten! Denn das macht einfach unsere Shore-Software für dich. Deine Kunden können ihre Termine bequem online buchen – das spart dir und den Kunden richtig Zeit. Wenn du möchtest, werden deine Kunden außerdem an ihren Termin erinnert und du brauchst dich nicht mehr mit nervigen Leerläufen herumschlagen. So einfach kann Digitalisierung sein!

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Anna

Anna

Anna ist eine begeisterungsfähige Person, die viel und gerne über alle Themen schreibt, die sie interessieren und sich gerne in der Nähe von Gewässern, lieben Menschen und manchmal zu lange an der richtigen Wortwahl aufhält. Wird schnell ungeduldig, wenn etwas zu lange dauert, kann aber gleichzeitig etliche Stunden im richtigen Buchladen verbringen und sich dort vor allem schwer vom Wühltisch mit den Alpenkrimis losreißen. Ist darüber hinaus der festen Überzeugung, dass Obst besser schmeckt, wenn Mütter es aufschneiden oder man es auf einem Berggipfel isst.