Home 9 Unternehmensführung 9 Kosten senken im Friseursalon: 8 realistische Maßnahmen

Kosten senken im Friseursalon: 8 realistische Maßnahmen

von | 8. August 2022

Bei der neuesten Stromkostenrechnung läuft dir ein kalter Schauer über den Rücken? Die aktualisierte Preisliste für deine benötigten Materialien treibt dir Tränen in die Augen? Verständlich. Im Moment wird alles teurer und auch die Kosten, die man als Friseurunternehmer:in tragen muss, schießen in die Höhe. Damit du mit deinem Salon weiterhin ausreichend Gewinne machen kannst, solltest du deine Kosten auf den Prüfstand stellen. Wie und wo kannst du nachhaltig Kosten in deinem Friseursalon senken? Wir haben 8 Maßnahmen für dich, mit denen du effektiv Kosten einsparen kannst. 

Kosten im Salon 

Um Kosten senken zu können, musst du dir zuerst einmal darüber im Klaren sein, welche Kosten in deinem Friseursalon eigentlich anfallen. In der Regel kann zwischen variablen Kosten und Fixkosten unterschieden werden. Zu variablen Kosten zählen zum Beispiel Kosten für Strom, Wasser, Telefon, Personal und Materialien. Sie können monatlich variieren, da zum Beispiel Energiekosten steigen können. Zu den Fixkosten zählt vor allem die Miete. Aber auch Kredite, die du über Jahre abzahlen musst, können zu den Fixkosten gerechnet werden. 

Nicht alle Kosten in deinem Friseursalon kannst du beliebig senken – auf den Mietpreis hast du beispielsweise wenig Einfluss. Potenzial zur Kostensenkung liegt vor allem bei folgenden Kostenpunkten: 

  • Materialkosten 
  • Personalkosten 
  • Kosten fürs Kassensystem 
  • Energiekosten
  • Marketingkosten 
  • Ineffizientes Arbeiten

Kosten senken im Friseursalon – mit diesen 6 Maßnahmen!

1. Materialkosten senken

Spülungen, Shampoo, Haarfarbe, und und und – an Materialkosten kommt in einem Friseursalon so einiges zusammen. Natürlich kannst du nicht am Material an sich sparen. Deinem / deiner Kund:in zu erklären, dass er/sie jetzt nur noch zwischen drei Haarfarben auswählen kann, ist keine gute Idee. Es gibt auch andere Möglichkeiten, Materialkosten zu senken: 

  • Vergleich: Vergleiche die Materialkosten, die du im Moment zahlst mit denen anderer Hersteller. Vielleicht bist du, ohne es zu merken, seit Jahren beim teuersten Anbieter? Vielleicht bieten andere Hersteller günstige Vorteilspakete an, die deinem Bedarf besser entsprechen? Schau dich um und verabschiede dich von teuren und komplizierten Anbietern. 
  • Rabatte: Frage bei deinem Materialanbieter nach, ob es Rabatte auf Sammelbestellungen oder Boni für Stammkund:innen gibt. Vielleicht kannst du dich auch für Bestellungen mit anderen Salons zusammentun und so günstiger einkaufen. Mit Kooperationen unter Dienstleistenden können schnell Kosten gesenkt werden. 
  • Verbrauch: Materialkosten lassen sich auch senken, indem man einfach einmal seinen Verbrauch hinterfragt. Ob man bei jedem/jeder Kund:in einen großen Klecks Shampoo aus der Tube drückt oder etwas sparsamer und dosierter mit einem Applikator arbeitet, kann einen großen Unterschied machen. Das sollte auch deinen Mitarbeiter:innen klar sein. 
  • Inventur: Hast du alles im Auge, was so in deinem Salon herumfliegt? Weißt du ganz genau, welche Farbe von deinen Kund:innen oft nachgefragt wird und welche nur ganz selten gewählt wird? Wenn du den Überblick über deine Bestände hast, kannst du beim Einkauf teilweise massiv deine Ausgaben senken. 

2. Personalkosten senken

Ohne gutes Personal läuft in einem Friseursalon nichts. Bei den Personalkosten zu sparen, ist deswegen immer eine heikle Sache. Schließlich möchte man gute Mitarbeiter:innen binden und sie nicht durch gekürzte Gehälter vergraulen. Wenn die Kosten im Salon aber wirklich dringend gesenkt werden müssen, kann auch an den Personalkosten angesetzt werden. Das Gehalt sollte nach Möglichkeit nicht gesenkt werden, allerdings kann auf freiwillige Leistungen wie Zusatzzahlungen oder die Fahrtkostenübernahme verzichtet werden. Essenziell ist hierbei die richtige Kommunikation: Wenn ein/e Mitarbeiter:in versteht, dass Einsparungen nicht nur eine Laune, sondern für das Unternehmen wirklich notwendig sind, werden solche Maßnahmen auch eher akzeptiert. Übrigens: Wenn du herausfinden möchtest, wie viel Umsatz deine Mitarbeiter:innen idealerweise machen müssen, kannst du unseren kostenlosen Lohnfaktor-Kalkulator nutzen. 

3. Kosten fürs Kassensystem senken

Für das Kassensystem gilt eigentlich das gleiche wie für deine Materialkosten: Von Zeit zu Zeit solltest du hinterfragen, ob du wirklich die beste Variante nutzt. Eventuell gibt es mittlerweile neue Anbieter, die besser auf deinen Salon zugeschnitten oder einfach günstiger sind. Vielleicht kannst du Gebühren bei der Kartenzahlung einsparen. Außerdem kannst du prüfen, ob sich verschiedene Systeme in deinem Salon kombinieren lassen: Nicht selten gibt es Anbieter, die dir eine All-in-one-Lösung zur Verfügung stellen, die beispielsweise Kassensystem, Online-Terminbuchung, Buchhaltung und Warenwirtschaft in einer Software verbindet. 

Geldscheine, die auf zwei Händen liegen

4. Energiekosten senken

Strom und Wasser sind für uns eine Selbstverständlichkeit. Einmal im Jahr bekommen wir dann die Rechnung und merken, dass das Ganze gar nicht mal so günstig ist. Um Energiekosten zu senken, kannst du folgendes tun: 

  • Vergleich: Auch hier solltest du regelmäßig überprüfen, ob es nicht auch günstigere Angebote gibt. Sich durch tausend Vergleichsplattformen und Angebote zu wühlen, ist zwar nervig, lohnt sich aber in den allermeisten Fällen. 
  • Verbrauch: Wird weniger verbraucht, entstehen auch weniger Kosten. Maßnahmen zum Energiesparen senken nicht nur die Kosten, sondern sind auch gut für die Umwelt und machen deinen Salon im Idealfall ein bisschen nachhaltiger

5. Marketingkosten senken

Für dein Marketing kannst du unendlich viel Geld ausgeben – oder auch nicht. Das Schöne an Marketingkosten ist, dass du sehr variabel darüber verfügen kannst. Niemand zwingt dich, teure Werbeagenturen zu beauftragen oder ein Kundenevent nach dem nächsten zu veranstalten. Liest man sich ein paar Basics an, kann jede:r ein bisschen Marketing betreiben. Wir können dir beispielsweise wärmstens unseren Social Media Leitfaden empfehlen, in dem du alles Wichtige zu Instagram, Facebook und Co. erfährst. 

6. Ineffizientes Arbeiten 

Manche Routinen ergeben wirklich keinen Sinn mehr – man merkt es nur leider nicht. Unnötige Arbeitsschritte oder eine schlechte Planung, die man „halt schon immer so gemacht hat“ können dich am Ende bares Geld kosten. Um Kosten im eigenen Friseursalon zu senken, sollte man also auch seine Arbeitsroutinen hinterfragen. Muss die Waschmaschine wirklich jeden Tag gestartet werden, auch wenn sie nicht ganz voll ist? Braucht es fünf verschiedene Zeitschriften im Wartebereich? Manchmal können Kosten langfristig auch durch neue Investitionen gesenkt werden.

7. Investieren, um Kosten zu sparen?

Eine Software für Online-Terminbuchung kostet beispielsweise erst einmal etwas Geld, kann sich aber auf Dauer auszahlen. Schließlich müssen Mitarbeiter:innen nicht immer wieder ihre Arbeit unterbrechen, um ans Telefon zu gehen, sondern können sich konzentriert um ihre:n Kund:in im Salon kümmern. Du bist noch auf der Suche nach genau so einer Software? Dann schau doch gerne mal bei uns vorbei: Unsere Shore Software kann nicht nur Online-Terminbuchung, sondern noch viel mehr. Unsere Kund:innen freuen sich unter anderem über mehr Neukunden, weniger Terminausfälle und weniger Verwaltungsaufwand.

8. Auf dem Laufenden bleiben

Kosten verändern sich stetig und dementsprechend gibt es auch immer wieder neue Ansätze, Kosten einzusparen. Idealerweise bleibst du also immer aktuell und hast auch ein Auge darauf, was deine Konkurrenz so treibt. Das geht zum Beispiel mit dem Shore Newsletter. Hier erhältst du einmal pro Monat einen Einblick in die Gedankenwelt deiner Konkurrenz und laufend Tipps dazu, wie du dein Business noch erfolgreicher machst.

Das könnte dich auch interessieren:

Anna

Anna

Anna ist eine begeisterungsfähige Person, die viel und gerne über alle Themen schreibt, die sie interessieren und sich gerne in der Nähe von Gewässern, lieben Menschen und manchmal zu lange an der richtigen Wortwahl aufhält. Wird schnell ungeduldig, wenn etwas zu lange dauert, kann aber gleichzeitig etliche Stunden im richtigen Buchladen verbringen und sich dort vor allem schwer vom Wühltisch mit den Alpenkrimis losreißen. Ist darüber hinaus der festen Überzeugung, dass Obst besser schmeckt, wenn Mütter es aufschneiden oder man es auf einem Berggipfel isst.