Du willst deinen Umsatz steigern? Mehr Geld in die Kasse zu bekommen, ist eine heikle Geschichte. Du brauchst eine gut durchdachte Strategie. Deshalb haben wir drei altbewährte Praktiken genau unter die Lupe genommen. Was sind ihre Vor- und Nachteile? Für wen sind welche Strategien wirklich geeignet? Auf was muss man unbedingt achten? Wir haben die wichtigsten Punkte für dich zusammengestellt.

1. Umsatz steigern durch mehr Kunden

Pro:

Mehr Kunden bedeuten in er Regel auch mehr Umsatz. Das leuchtet ein. Hast du keine Kunden, verdienst du auch kein Geld. Die Strategie, mehr Kunden zu gewinnen, ist also besonders für die Dienstleister interessant, denen es an Kunden fehlt. Das steht außer Frage.

Contra:

Vorsicht ist allerdings geboten, wenn du schon recht gut ausgelastet bist. Übertreiben solltest du es nämlich nicht. Wenn du deinen Terminkalender zu sehr vollstopfst, läufst du Gefahr, den Fokus zu verlieren. Wenn die einzelnen Kunden das Gefühl haben, dass du dich nicht mehr voll auf sie konzentrierst, weil du gestresst oder mit dem Kopf schon beim nächsten Kunden bist, werden sie nicht wiederkommen. Im schlimmsten Falle spricht sich ein schlechter Service schnell herum und deine Kunden bleiben aus. Deshalb Achtung: Mehr Kunden sind nur dann eine gute Idee deinen Umsatz zu steigern, wenn du sie auch bewältigen kannst.

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Fazit:

Wenn du ganz offensichtlich zu wenige Kunden hast, solltest du dich in jedem Fall zuallererst auf die Kundenakquise konzentrieren. Das hat nicht nur etwas mit Umsatzsteigerung zu tun, sondern ganz grundsätzlich mit dem Überleben deines Unternehmens. Keine Kunden, keine Kohle.

Bist du schon gut ausgelastet, sei an dieser Stelle nicht zu gierig. Wenn du dich überlastest, erreichst du genau das Gegenteil von deinem eigentlichen Ziel. Die Kunden werden verärgert und gehen zur Konkurrenz.

2. Mehr Umsatz durch höhere Preise

Der Gedanke ist der: Du kannst deinen Umsatz steigern, wenn dein Kunde nicht 20 sondern 50 Euro bezahlt. Um das zu erreichen, gibt es nun aber verschiedene Ansätze: Der erste ist, deine Preise zu erhöhen.

Pro:

Der Vorteil, wenn du deine Preise erhöhst ist, dass du nicht mehr arbeiten musst. Für die gleiche Leistung bekommst du einfach mehr Geld. Das klingt verlockend. In manchen Fällen ist eine Preiserhöhung auch absolut legitim. Vor allem Neulinge verlangen oft nicht das, was ihre Leistung tatsächliche wert ist.

Contra:

Hohe Preise schrecken ab, zumindest zunächst. Wenn du nicht in der Lage bist, einen höheren Preis auch durch eine entsprechende Leistung zu rechtfertigen, kann eine Preiserhöhung fatal nach hinten losgehen. Dabei musst du aber auch zwischen deinen bestehenden und neuen Kunden unterscheiden.
1. Wenn Frau Maier seit zwei Jahren 15 Euro bezahlt, warum soll sie nun 17 bezahlen? Diese Frage stellt sich zumindest Frau Maier und du brauchst eine Antwort darauf. Wenn du deine Preiserhöhung nicht gut begründen kannst, wirst du Frau Maier möglicherweise an die Konkurrenz verlieren.
2. Im Laden eine Straße weiter kostet Leistung X 15 Euro, bei dir aber 17. Warum sollte der Kunde trotzdem zu dir gehen? Darauf gibt es nur eine Antwort: Du bist besser. Auch hier gilt: Höhere Preise sind OK, wenn auch die Leistung besser ist. Das muss man aber auch beweisen. Ansonsten wird der Kunde nicht zu dir, sondern zum Konkurrenten eine Straße weiter gehen.

Fazit:

Preise erhöhen? Ja, kann man machen. Manchmal bedarf es hier etwas Mut. 1. Informiere dich darüber, was die Konkurrenz verlangt. Wenn du siehst, dass du deutlich darunter liegst, kannst du ruhig eine Schippe drauflegen. 2. Habe Vertrauen in dein Können. Sei ehrlich zu dir. Wenn du der Überzeugung bist, dass du richtig gut bist und dich von der Konkurrenz abhebst, dann trau dich auch, einen entsprechenden Preis für deine Leistung zu verlangen.

Preiserhöhungen sind aber immer mit Vorsicht zu genießen. Das liegt allein schon an der Mentalität der Kunden. „Warum soll ich jetzt plötzlich mehr bezahlen?“ Hohe Preise brauchen immer gute Argumente. Wenn du diese nicht hast, wird deine Preissteigerung deine Bestandskunden vergraulen und neue Kunden abschrecken.

Absolutes No-Go: Einfach mal die Preise hochschrauben und schauen was passiert. Diese Idee hat schon so einige Dienstleister, Läden oder Gastronomen in den Ruin getrieben. Die Kunden, die du dadurch verlierst, kommen möglicherweise nie wieder zurück. Kundenrückgewinnung ist ein schweres und aufwändiges Unterfangen. Auch die Rufschädigung, die durch eine unberechtigte Preiserhöhung entstehen kann, ist möglicherweise so fatal, dass das Glöckchen an der Ladentür auf Dauer schweigen wird.

das gibt leider keinen umsatz mehr

3. Angebot erweitern

Pro:

Apotheken verkaufen Kosmetika. Beim Friseur bekommt man eine Kopfmassage. Viele Dienstleister versuchen ihren Umsatz zu steigern, indem sie ihr Angebot erweitern. Das ist vor allem dann eine gute Idee, wenn die Zusatzleistung gut zu deinem Kernangebot passt. 10 Euro für eine 15-minütige Kopfmassage für die Kundin, die eh schon da ist, sind leicht verdientes Geld. Für dich ist es kein großer Mehraufwand und für die Kundin sind es keine großen Mehrkosten. Auch aufwändigere Dinge wie z.B. Make-up bieten sich für Friseure an – vor allem für Abschlussbälle, Hochzeiten etc.
Solche gewinnbringenden Zusatzleistungen lassen sich in allen Bereichen finden. Der Bodenleger kann direkt das Pflegemittel dazu verkaufen. Die Physiotherapeutin bietet Yoga-Kurse an. Beim Hundetrainer gibt es Halsbänder.
Sei kreativ! Finde etwas, das dir wenig zusätzliche Arbeit macht und guten Umsatz bringt. Achte immer darauf, dass es sich auch lohnt. Ein Vorteil an dieser Strategie ist, dass du hier auch experimentieren kannst. Probiere einfach aus, ob ein bestimmtes Angebot bei deinen Kunden zieht oder nicht. Sollte es floppen, kannst du es einfach wieder bleiben lassen.

Contra:

Viel gibt es hier nicht zu sagen, außer: Biete nichts an, was du nicht kannst. Das sollte sich aber von selbst verstehen. Achte außerdem darauf, dass das Zusatzangebot sich preisleitungsmäßig auch lohnt. Es bringt dir keine Umsatzsteigerung, wenn dir bestimmte Leistungen viel Zeit rauben, aber wenig Umsatz bringen. Das führt im schlimmsten Falle dazu, dass dein Umsatz nicht mehr sondern weniger wird.

Fazit:

Eine gute Idee kann dich reich machen. Das mag übertrieben klingen, ist im Grunde aber wahr.

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Also: Analysieren und das Richtige tun

Wenn dein Terminkalender nicht ganz ausgelastet ist, ist die Kundenakquise mit Sicherheit eine erfolgreiche Strategie deinen Umsatz zu steigern. Bist du aber schon am Limit, solltest du dein Augenmerk lieber auf andere Möglichkeiten legen.

Eine Preiserhöhung ist immer mit Vorsicht zu genießen. Diese solltest du nur dann in Betracht ziehen, wenn du entweder entdeckst, dass du deutlich weniger verlangst als die Konkurrenz oder wenn du wirklich der vollen Überzeugung bist, dass deine Leistung mehr wert ist, als du momentan dafür bekommst. Sollten beide Punkte zutreffen, kannst du die Preise ruhig etwas anziehen. Wenn keiner der beiden zutrifft, solltest du die Finger davon lassen.
Egal wie groß dein Unternehmen ist und in welcher Branche du tätig bist: Zusatzleistungen können deinen Umsatz immens steigern! Im Idealfall findest du etwas mit minimalem Arbeitsaufwand und maximaler Rendite. Egal ob Schneider, Friseur, Heilpraktiker oder Personal Trainer: Hier schlummert für alle Branchen und Unternehmensgrößen großes Potential!

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