Im ersten Teil unser Serie „Wie du bei Google besser gefunden wirst“ haben wir dir gezeigt, wie du die richtigen Suchbegriffe findest. Nur mit passenden Schlagwörtern wirst du auch die Besucher auf deine Webseite locken, die sich für dein Angebot interessieren. Doch wie schaffst du es, für diese Suchwörter möglichst weit oben zu stehen? Das möchte ich dir in diesem Artikel zeigen.

1. Die Ausgangslage: Wie sehen meine Suchbegriffe aus?

Ich möchte direkt mit einem Beispiel einsteigen: Maria hat eine Internetseite für Ihre Heilpraxis in Berlin Friedrichshain. Nachdem sie sich mithilfe unseres Artikels über das Finden der richtigen Suchbegriffe auf ihre Favoriten festgelegt hat, möchte sie nun loslegen. Sie möchte gefunden werden für:

Heilpraxis Berlin Friedrichshain
Heilpraktiker Berlin Friedrichshain
Heilpraktiker Friedrichshain
Homöopathie Berlin
Osteopathie Berlin
Lymphdrainage Berlin

Wie geht Maria die Sache nun am besten an? Die Antwort auf diese Frage ist deutlich einfacher, als du vielleicht denkst.

2. Was will Google?

Wir machen einen kurzen Ausflug in die Theorie und stellen uns die Frage: Was möchte Google eigentlich? Google möchte dem Suchenden, die für seinen Suchbegriff relevantesten und besten Ergebnisse liefern. Überspitzt betrachtet bedeutet das also, dass Google mir, wenn ich nach „Gießkanne günstig online bestellen“ suche, keine Blogartikel über „Omas schönste Strickmuster“ anbieten wird. Google versucht mir das anzubieten, wonach ich tatsächlich suche. Was bedeutet das nun für Marias Webseite?

3. Wie muss ich meine Webseite aufbauen?

Eine alte Faustregel der Suchmaschinenoptimierung sagt: „Eine Seite pro Keyword.“ Das ist natürlich nicht wortwörtlich zu verstehen und hat heute mit Sicherheit weniger zu sagen als im Jahr 2000, als die technischen Möglichkeiten von Google noch deutlich umfangärmer waren. Trotzdem wird sich Maria schwertun, alle ihre Favoriten mit nur einer einzigen Seite abzudecken. Das wäre zwar theoretisch möglich, doch gibt es eine einfachere Methode. Der Gedanke ist folgender: Wenn eine Person nach „Osteopathie Berlin“ sucht, ist davon auszugehen, dass sie ganz speziell nach einem Osteopath in Berlin sucht. Sie möchte keine Infos über Homöopathie oder Lymphdrainagen, Angsttherapie oder Meditationstechniken. Es wäre also ratsam für Maria, eine eigene Unterseite für die Suchanfrage anzulegen, die inhaltlich speziell auf diese ausgerichtet ist. Im Fachjargon würden wir sagen, „die Seite auf das Keyword zu optimieren.“

Wenn wir einen Blick auf Marias Suchbegriffe werfen, fallen uns zwei Dinge auf. Zum einen sind sich die ersten drei Begriffe sehr ähnlich, während sich die zweite Dreiergruppe offenbar deutlicher voneinander unterscheidet. Zum anderen handelt es sich bei den oberen Dreien um sehr generische – also allgemeine – Begriffe, wobei die zweiten drei jeweils eine spezielle Behandlungsmethode bezeichnen. Wie sollte Marias Strategie nun also aussehen?

Gib den Suchern das, was sie finden möchten!

Natürlich muss sie für die ersten drei Suchbegriffe nicht drei separate Seiten anlegen. Hier reicht eine. Google macht in diesem Fall keinen großen Unterschied. Ob es nun „Heilpraxis“ oder „Heilpraktiker“ heißt, ist der Suchmaschine relativ wurscht. Da die ersten drei Suchanfragen auf Marias Beruf und ihr vollumfängliches Angebot abzielen, bietet sich als Zielseite für sie natürlich die Startseite an. Sucht jemand nach „Heilpraktiker Berlin Friedrichshain“, möchte Maria, dass der oder die Suchende auf ihrer Startseite landet. Hier finden sich sämtliche Infos über Marias Angebot, ihre Öffnungszeiten, vielleicht auch direkt ein Button für eine Online-Terminbuchung usw. Maria sollte den Inhalt ihrer Startseite also auf diese Suchbegriffe ausrichten.

Was die speziellen Suchanfragen betrifft, sollte Maria eigene Unterseiten anlegen. Wie bereits angesprochen, ergibt das für den Suchenden, der nach diesem speziellen Angebot Ausschau hält, durchaus Sinn. Mehr oder andere Angebote interessieren ihn primär nicht. Die Suchmaschine richtet sich auch nachdem, was für den Suchenden sinnvoll ist. Sie will ihm genau das liefern, was er finden möchte. Maria sollte also eine eigene Unterseite für diese Suchanfrage erstellen – z.B. https://www.marias-heilpraxis.de/ostopathie-in-berlin/. Hier kann sie darüber informieren, wie ihre Behandlungsmethoden in diesem Bereich aussehen, worauf sie besonderen Wert legt und natürlich auch, wo sich ihre Praxis befindet. Damit liefert sie der Suchmaschine das richtige Futter.

Ich möchte an dieser Stelle Folgendes zusammenfassen: Für die Suchmaschine ist genau das interessant, was für den Sucher interessant ist. Erstelle deine Inhalte so, wie du sie selbst finden möchtest. Dabei ist wichtig, dass du auf deiner Zielseite genau das lieferst, was für die entsprechende Suchanfrage relevant ist, nicht mehr und nicht weniger.

Ich würde mich trauen zu behaupten, dass dies das erste Grundprinzip der Suchmaschinenoptimierung ist. Ihr Ruf des Voodoo-Zaubers und der grauenhaften Schlagwortverstopfung von Webseiten bis zur absoluten Unlesbarkeit ist falsch. Google steht am Ende immer auf gute und relevante Inhalte.

Aber ist es wirklich so einfach? Gehört nicht mehr dazu?

Wir zeigen dir einfache SEO Tipps

4. Wie zeige ich Google, dass meine Inhalte zu den entsprechenden Suchbegriffen passen?

Natürlich gibt es den ein oder anderen Trick und Hebel, um auf sich aufmerksam zu machen und die gute Qualität seiner Inhalte zu zeigen. Ich möchte oben anfangen und unten aufhören. Los geht’s!

Die URL

Wenn du deine Seite auf eine bestimmte Suchphrase optimieren möchtest, solltest du sicherstellen, dass die entsprechenden Wörter in deiner URL vorkommen. Sie ist das Erste, das Google liest und du solltest gleich von Beginn an klar machen, um was es auf deiner Seite geht. Wenn wir also unser Beispiel wieder aufgreifen, empfiehlt sich für Marias Unterseite zum Thema „Osteopathie Berlin“ folgende URL:

https://www.marias-heilpraxis.de/ostopathie-in-berlin/ oder nur https://www.marias-heilpraxis.de/ostopathie-berlin/

Die URL hätten wir also. Als Nächstes geht es an die Überschrift.

Die Überschriften

Auch in deiner Hauptüberschrift (h1-Überschrift) solltest du klar machen, um was es geht. Deshalb sollten auch hier die entsprechenden Begriffe vorkommen. Ein Beispiel wäre:

Osteopathie in Berlin oder deutlich schöner Ihre Expertin für Osteopathie in Berlin

Das zeigt neben dem Webseitenbesucher auch der Suchmaschine, um was es auf deiner Seite geht. Was die Unterüberschriften angeht, sagt Google selbst, dass man seine Inhalte gut strukturieren soll, damit es für den Besucher angenehmer zu lesen und zu verstehen ist. Deshalb sollte man unbedingt Unterüberschriften (h2) einbauen. Die h2-Überschrift ist ein Signal für Google, dass du deinen Text nutzerfreundlich gegliedert hast.

Der Inhalt

Du solltest deine Seite in jedem Fall mit schönen Bildern und vielleicht sogar Videos bereichern. Google sieht darin eine gute Qualität deines Seiteninhalts. Dabei ist es zu empfehlen, in den sogenannten alt-Text des Bildes einzutragen, was auf dem Bild zu sehen ist. Das kann Google nämlich (zumindest noch) nicht sehen. Hier lassen sich natürlich auch gut bestimmte Schlagwörter einbauen.

Was den Textinhalt deiner Seite betrifft scheiden sich tatsächlich die Geister. Da ich diese Diskussion persönlich allerdings für relativ überflüssig halte, möchte ich nur Folgendes sagen: Versuche einen Text zu schreiben, den man auch lesen will.

Konzentriere dich auf das Wesentliche und schreibe alles rein, was du für interessant und wissenswert hältst. Versuche nicht den Text zwanghaft in die Länge zu ziehen und achte aber gleichzeitig darauf, dass alles drin ist, was auch rein soll. Natürlich kann es nicht schaden darauf zu schauen, dass die Suchbegriffe auftauchen und auch verwandte Begriffe in deinem Text zu finden sind. Google weiß, dass in einem Text über „Brot backen“ auch Schlagwörter wie „Mehl“, „Ofen“, „Teig“ oder „kneten“ vorkommen sollten. Mein Tipp dazu: Wenn du einen guten Text zu einem bestimmten Thema schreibst, sind diese verwandten Begriffe in der Regel sowieso unumgänglich.

Fazit

An dieser Stelle möchte ich stoppen. Du weißt jetzt, wie du die richtigen Suchbegriffe findest und du sie am besten angehst. Nimm dir dein Keyword vor, erstelle eine Seite und versuche dem Suchenden und der Suchmaschine das zu liefern, was sie haben möchte. Mit den gezeigten Tricks schaffst du dir eine gute Grundlage.

Es geht natürlich noch weiter. Im nächsten Artikel möchte ich dir zeigen, wie du die Suchmaschine auf deine Inhalte aufmerksam machst.

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