Studie: Corona-Hilfen für Selbstständige – Was bringen sie wirklich?

Studie Selbstständige in der Corona-Krise

Mit der Corona-Krise brechen harte Zeiten für Selbstständige an. Unternehmer, deren gut geplantes Business eigentlich super lief, stehen nun vor großen Herausforderungen. Weniger Kunden, Lieferengpässe oder gar Geschäftsschließungen sind nur einige der Probleme, mit denen KMU und Dienstleister jetzt konfrontiert sind. Einen Lichtblick bringen staatliche Hilfen für Unternehmen in der Corona-Krise. Sie sollen Liquidität sichern und über die schwierige finanzielle Situation hinweghelfen. Tun sie das denn? Eine Studie der KFW-Research in Kooperation mit der Gründerplattform untersuchte jetzt, wie stark Selbstständige von der Krise betroffen sind und wie staatliche Hilfen wirken.

Selbstständige trifft die Krise hart

So gut wie alle Selbstständigen haben mit der Corona-Krise zu kämpfen. Ganze 90% verzeichnen Umsatzrückgänge, wobei bei mehr als der Hälfte 75% der Umsätze weggebrochen sind. Ein Drittel der Befragten gibt sogar an, gar keine Einnahmen mehr zu haben. Die Folgen sind existenzbedrohend: 7 von 10 Selbstständigen könnten mit eigenen Mitteln 3 Monate durchhalten – danach wäre Schluss. Bei einem Drittel der befragten Unternehmen handelt es sich nur um einen Monat Überbrückungskapazität. Hinzu kommen weitere Probleme: Über ein Drittel der Befragten kann sich jetzt aufgrund der Kinderbetreuung zu Hause weniger Zeit für das eigene Business nehmen. 26% haben außerdem Schwierigkeiten mit der Versorgung durch Lieferanten. Knapp die Hälfte gab zudem an, Ämter, Behörden und Sozialversicherungsträger schwer zu erreichen, was das unternehmerische Leben zusätzlich erschwert.

Staatliche Hilfen verlängern Zahlungsfähigkeit und schonen Liquidität

Deshalb finden Corona-Hilfen vom Staat unter Selbstständigen großen Anklang. Knapp 80% wollen solche Unterstützungen beantragen oder haben es bereits getan. Die gute Nachricht: 82% der Selbstständigen können voraussichtlich ihre Zahlungsfähigkeit durch staatliche Hilfen mindestens verdoppeln. Dabei bleiben laut der Studie 95% der Nutzer mehr als einen Monat länger liquide und 77% der Nutzer mehr als zwei Monate länger. Diese Zahlen kann man nun interpretieren, wie man will. Fakt ist: Staatliche Hilfen verschaffen Unternehmen in der Krise erst einmal Luft.

Staatliche Hilfen können Liquidität verlängern

Krisen erfordern Kreativität

Zeiten ändern sich – und Geschäftsmodelle damit gleich mit. Über die Hälfte der Selbstständigen reagieren auf die Corona-Krise mit einer vorübergehenden Anpassung an die neuen Bedingungen. So stellen beispielsweise viele Restaurants auf To-go-Angebote oder Lieferservices um. Was bleibt davon nach der Krise? Das wird sich zeigen. Allerdings geben schon jetzt ein Fünftel der befragten Unternehmer an, ihr Geschäftsmodell dauerhaft anpassen zu wollen. Die Krise kann also eine Chance sein, neue Modelle zu erproben oder längst fällige Änderungen endlich durchzusetzen.

Nutze die Corona-Zeit für dich!

Du siehst: Bei allem Negativen der Corona-Krise kann man immer noch versuchen, das Beste für sich rauszuholen. Denn aus einer Krise kann man viel lernen. Und auch wenn du gerade nicht so arbeiten kannst wie sonst, kannst du dein Business jetzt auf andere Weise pushen! Wie wäre es zum Beispiel, endlich deinen Social-Media-Auftritt auf Vordermann zu bringen? Oder deine Webseite bei Google weiter nach oben zu bringen? Hört sich gut an? Na dann, los! In unserer kostenlosen Shore Academy haben wir nämlich all das zusammengestellt, was dein Business auch während der Corona-Krise voranbringen kann.

Wir vernetzen dich!

Du bist in der Corona-Krise nicht allein! Du willst dich mit anderen Unternehmern austauschen? Dann können wir dir unsere Corona-Austauschgruppe für kleine Unternehmen und Dienstleister bei Facebook empfehlen. Dort kannst du dich mit anderen Selbstständigen vernetzen und Erfahrungen teilen.  #gemeinsamsindwirstark

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