Sommer-Tipps für Einzelhändler

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Freunde des warmen Wetters: Am 21. Juni ist Tag des Sommeranfangs! Hier findest du ein paar nützliche Tipps & Tricks, um dein Geschäft im Sommer optimal zu gestalten und neue Kunden anzulocken.

Viele Einzelhändler beschäftigen sich damit, ihre Geschäfte für den Saisonwechsel vorzubereiten. Eisdielen und Freibäder werden voller, die Läden auch. In der Sommerzeit wird Serotonin, ein Glückshormon, häufiger infolge des Sonnenlichtes produziert. Potenzielle Kunden sind häufiger unterwegs, um die Sonne zu genießen, und die Sonne sorgt für eine höhere Passantenfrequenz. Sei auf Wettervorhersagen aufmerksam, um einen Überblick zu bekommen, wie deine Besucheranzahl aussehen wird.

Wie kann ich mein Geschäft im Sommer optimal gestalten?

Manche Kunden trauen sich nicht, Geschäfte zu betreten oder dein Geschäft fällt bei einem Schaufensterbummel einfach nicht ins Auge. Ein gut gestaltetes Schaufenster hilft dabei, Passanten zum Stehenbleiben anzuregen und schließlich das Geschäft zu betreten. Studien haben gezeigt, dass es eine Chance von bis zu 80 Prozent gibt, dass Passanten, die ein paar Sekunden vor einem Schaufenster stehen bleiben, das Geschäft betreten.

Deshalb kann es nützlich sein, die Ware auf den Bürgersteig herauszustellen, um den potenziellen Kunden einen Einblick in das Sortiment zu geben, gerade an den warmen Sommertagen, an denen die Passanten flanieren. Die Sondernutzung von Straßen benötigt jedoch eine Genehmigung, sie ist gesetzlich eingeschränkt. Auch das Herausstellen von Stühlen und Tischen vor den eigenen Geschäftsräumen muss sich nach bestimmten gesetzlichen Maßnahmen richten. Dasselbe gilt dem Herausstellen von Waren, denn der öffentliche Straßenbereich muss jedermann zur Verfügung stehen.

Falls Einzelhändler die verkehrliche Nutzung des Gemeingebrauchs durch eine andere Art der Nutzung einschränken, handelt es sich um eine Sondernutzung von Straßen. Diese Sondernutzungen benötigen in den meisten Fällen eine Gewerbeanmeldung, eine Skizze des Aufstellortes und einen Antrag bei den Straßenverkehrsbehörden. Die zuständigen Behörden müssen also in Anspruch genommen werden, dazu fallen auch noch Verwaltungsgebühren in Höhe von zum Beispiel 40 Euro (in Berlin) jährlich an.

Dasselbe Prinzip gilt auch für das Aufstellen von Werbetafeln. Deren Aufstellung ist nur vor dem eigenen Geschäft erlaubt und während der Öffnungszeiten. Dazu gibt es auch noch Regelungen bezüglich der Größe der Werbetafeln. Die Verwaltungsgebühren sind identisch mit der Sondernutzung von Straßen. Achte auch darauf, dass die Tür bei dir immer offenbleibt: Eine offene Tür wirkt immer einladender.

Sorge für Erfrischung

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Je heißer die Temperaturen, desto größer das Bedürfnis der Kunden auf Abkühlung. Wenn es in deinem Geschäft zu warm oder stickig ist, lädt das die Kunden nicht zum Verweilen ein. Am besten ist es, in einen Ventilator zu investieren. Die frische Brise wird bei den Kunden gut ankommen, und eine angenehme Shoppingatmosphäre steigert den Umsatz.

Temperaturen haben einen starken Einfluss auf das Einkaufsverhalten der Kunden. Kühle Getränke können deshalb eine gute Lösung sein. In der Regel dürfen Gewerbetreibende in Deutschland und in Österreich gratis nicht-alkoholische Getränke ausschenken, zum Beispiel Kaffee oder Tee beim Friseur. Unter anderem müssen folgende Einschränkungen beachtet werden:

  • Gewerbetreibende dürfen keine Werbung für den Ausschank machen
  • Und keine zusätzlichen Hilfskräfte nur für den Ausschank einstellen.

Eine gute Alternative liegt auch darin, in einem Wasserspender zu investieren. Diese kosten in der Regel weniger als 300 Euro. Im Einzelhandel und in Geschäften verwandelt natürlich ein Wasserspender einen Laden nicht in eine Wohlfühloase, aber es steigert die Kundenzufriedenheit.

Das Vorhalten von einem Trinkwasserangebot zeigt auch eine höhere Servicebereitschaft und eine kundenorientierte Einstellung. Idealerweise sollte der Wasserspender im Eingangsbereich oder auch in der Nähe des Schaufensters stehen. Platziere deinen Watercooler nicht im direkten Sonnenlicht oder in der Nähe einer Heizung, weil dies die Keimbildung fördern könnte.

Kreativ sein und auf saisonales Marketing setzen

Neue Konzepte sind wichtig, um Umsatz und Gewinn zu steigern. Je nach Temperatur kannst du verschiedene Angebote einführen. Zum Beispiel: Minus 30 Prozent auf die Bademode ab 30 Grad. Solche Angebote sind außergewöhnlich und werden auf jedem Fall die Aufmerksamkeit der potentiellen Kunden wecken. Um das Angebot am besten mitzuteilen, ist das Aufstellen von Werbetafeln angesagt.

Zur Kundengewinnung kannst du auch ein Gewinnspiel organisieren. Grundsätzlich sind Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet, bei Gewinnspielen die Teilnahmebedingungen deutlich und klar anzugeben. Setzen auf Kreativität für dein Gewinnspiel. Bist du Weinhändler? Dann kannst du zum Beispiel ein Gewinnspiel organisieren, in dem deine Kunden schätzen müssen, wie viele Weinkorken sich in einem transparenten Kasten befinden. Der Teilnehmer, dessen Schätzung am nächsten am Ergebnis dran ist, gewinnt eine Flasche Wein.

Events und Festivals sind auch eine gute Gelegenheit, um deinen Umsatz zu steigern und relevante Themen zu finden. Nützliche Informationsquellen bieten zum Beispiel die Kalender und Kulturprogramme der Website des Tourismusbüros oder des Rathauses deiner Stadt.

Erinnere dich auch daran, dass dein Schaufenster eine kostenlose Werbung ist. Wenn du dein Schaufenster selbst gestaltest, setze auf Sommer-Deko, um gute Laune zu verbreiten und Neugier zu wecken. Sprühe vor Einfallsreichtum, denn am meisten zählt die Idee, nicht das Budget. Passe deine Deko an die sommerlichen Gegebenheiten an. Mit einem kostenlosen Google Ads Konto ist es zum Beispiel möglich, zu analysieren, wonach deine Kunden je nach Saison bei Google suchen. Dann kannst du ihnen diese bestimmten Produkte genau anbieten.

Die schönste Zeit des Jahres

Sommer Shopping

Von den vier Jahreszeiten ist der Sommer oft am meisten geschätzt. Es stellen sich den Einzelhändler mehrere Möglichkeiten dar, vor allem in der Textilbranche und in der Gastronomie. Alle Einzelhändler können von dem guten Wetter profitieren. Angesichts der höheren Temperaturen kaufen viele Kunden in diesen Tagen reduzierte Sommerwaren. Und auch wenn das Sommergeschäft vorbei ist, erfreuen sich Schnäppchenjäger an Rabatten.

Am Ende der Saison kannst du jetzt nach dem neuen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) selbst entscheiden, ob du einen Sommerschlussverkauf (SSV) starten willst. Die Zeit für staatlich geregelte Schlussverkäufe im Handel ist nämlich damit vorbei. Für Einzelhändler ist der SSV allerdings auch die beste Weise, um Platz für die Herbstware im Lager zu schaffen. Du hast jetzt die Möglichkeit dich nach der Nachfrage der Kunden und den Temperaturen zu richten. Die höheren Sommertemperaturen sind zwar gut für den Einzelhandel, jedoch können diese manchmal für Einzelhändler zu spät kommen und der Absatz bleibt gering. Denn je größer die Reduzierungen sind, desto kleiner ist natürlich der Umsatz für Händler. Finde eine Geschichte für jede Ware und inszeniere diese rechtzeitig in dem idealen Regalplatz, um den Impulskauf zu fördern und den Umsatz zu steigern.

Auch wenn du als Einzelhändler das Wetter nicht bestimmen kannst, kannst du mit diesen Tipps und Tricks für den Sommer bereit sein und effiziente Maßnahmen ergreifen.

Marketing im ganzen Jahr!

Und saisonorientiertes Marketing geht übrigens das ganze Jahr! Ob der Tag des Einhorns, Muttertag oder die Adventszeit – es gibt zahlreiche Ereignisse im Jahr, die du als Anlass und Inspiration für Marketingaktionen nutzen kannst. In unserem Kalender haben wir schon rund 100 Events für dich eingetragen und du findest zahlreiche Aktionsvorschläge für dein Marketing. Einfach ausdrucken, aufhängen und durchstarten!

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