Newsletter erstellen als Heilpraktiker

Heilpraktiker Newsletter verschicken

Halte deine Patienten mit überzeugenden E-Mails auf dem Laufenden

Neben der Kundengewinnung ist auch die Kundenbindung sehr wichtig! Ein Newsletter eignet sich bestens dafür. Informiere stets über neue Therapien oder Brancheninfos und rufe dich positiv bei deinen Patienten ins Gedächtnis. Wir erklären dir in 5 Schritten, wie du deinen Newsletter selbst erstellst − inklusive Input von Heilpraktiker Alexander Mallok.

Ein Newsletter per E-Mail hat viele Vorteile: Er ist kostengünstig, meist relativ schnell erstellt, die Info geht sofort beim Leser ein, sogar wenn dieser unterwegs ist, und du kannst den Erfolg deiner Mail messen.

Trotzdem kennst du es selbst: Bei so viel Spam heutzutage werden nur noch die Mails gelesen, die wirklich relevant erscheinen. Reine Selbstdarstellung oder Werbung als Newsletter würden deine Patienten eher abschrecken.

Wir zeigen dir deshalb in fünf Schritten, wie du deinen Newsletter erfolgreich erstellst.

1. Worüber willst du informieren?

Wer deinen Newsletter erhält, muss einen persönlichen Nutzen davon haben. Überlege dir deshalb: Was interessiert deine Empfänger?

Möglichkeiten könnten sein:

  • Wichtige Infos zu dir und deiner Praxis: Bist du umgezogen? Hast du eine neue Therapie im Angebot? Kann man bei dir jetzt auch online einen Termin buchen?
  • Interessante Informationen für deine Patienten: Hast du einen spannenden Artikel über Rückenschmerzen gelesen? Gibt es eine tolle Anleitung, um Schnupfen schnell loszuwerden? Spannende Hausmittel oder neue Entspannungsmethoden? Ein interessantes Rezept oder ein Buchtipp?
  • Deine eigenen Artikel zum Beispiel auf deinem Blog oder in anderen Magazinen. Die Inhalte sollten natürlich für deine Patienten relevant sein.
  • Termine und Seminare: Wann bietest du dein nächstes Seminar an? Hast du eine tolle Seminarempfehlung?
  • Besondere Anlässe: Willst du deinen Patienten mit einer Geschichte frohe Weihnachten wünschen? Willst du deinen Patienten zum Geburtstag gratulieren?

 
Bitte pass auf: Reine Werbung hat in einem Newsletter nichts zu suchen. Die E-Mails sollten deinen Empfängern einen echten Mehrwert bieten.

Alexander Mallok Heilpraktiker

Die Heilpraxis von Alexander Mallok versendet regelmäßig einen Newsletter – mit Erfolg:

„Der Newsletter ist unser Herzensprojekt und die Abonnentenzahl wächst ständig. Es ist ein Gesundheitsnewsletter. Alles rund um das Thema körperliche und psychische Gesundheit findet darin seinen Platz. Außerdem schreiben wir viel zum Thema Ernährung (inkl. Rezepte) und auch Achtsamkeits- und Coaching-Themen. Wir sind ein interdisziplinäres Team, daher darf auch jeder einmal zu Wort kommen, wenn er ein Thema vorstellen möchte.“

– Alexander Mallok –

 

2. Wer soll deinen Newsletter erhalten?

Nicht jedes Thema ist für jeden Empfänger interessant. Du solltest die Empfänger deiner Newsletter deshalb immer bedacht auswählen.

  • Die Basis dafür ist eine gut gepflegte Kundendatenbank. In vielen Datenbanken kannst du deinen Kunden „Tags“ zuordnen – also Interessen oder Besonderheiten hinzufügen. Du solltest auch ergänzen, wann, wie oft und warum sie bei dir waren.
  • Dann kannst du deinen Empfängerkreis filtern. Zum Beispiel nach Beschwerden, Interessen oder wann sie das letzte Mal bei dir waren. Je genauer du filterst, desto erfolgreicher wird dein Newsletter sein, weil er genau die richtigen Interessenten erreicht.

 

An wen darf ich E-Mails versenden?

Du darfst deinen Newsletter eigentlich nur an Personen verschicken, die dem zugestimmt haben. Um auf der rechtlich sicheren Seite zu sein, bedeutet das:

  • Du erhältst die E-Mail-Adresse deines Interessenten entweder per Newsletter-Formular auf deiner Website oder über den Patientenanmeldebogen, auf Veranstaltungen etc. Bei Letzteren sollten du dir eine schriftliche Einwilligung holen, um auf der rechtlich sicheren Seite zu sein.
  • Du darfst den Newsletter dann nicht einfach so versenden, sondern musst das sogenannte Double-Opt-int-Verfahren anwenden. Das heißt, dein Interessent muss erst in einer Mail via Link bestätigen, dass er deinen Newsletter wirklich abonnieren will. Rein theoretisch hätte auch eine andere Person seine Mailadresse angeben können.

 
So kompliziert ist es nicht: Das Double-Opt-int-Verfahren ist in gängigen Newsletter-Programmen Standard.

ein fussbad

Hast du von einem besonderen Hausmittel gehört? Dann informiere doch die Patienten, denen es helfen kann, in deinem Newsletter.

Wie mache ich meinen Newsletter bekannt?

Am einfachsten: Baue auf deiner Website ein Anmeldeformular für deinen Newsletter ein. Dieses sollte gut sichtbar sein (aber natürlich nicht übertrieben). Als Pflichtfeld darf aber nur die E-Mail-Adresse gekennzeichnet sein, der Name muss eine freiwillige Angabe bleiben. Verrate deinen Kunden auch, worüber und wie oft sie in den Mails informiert werden – sie wollen schließlich wissen, wofür sie sich anmelden. Auch, dass sie sich jederzeit abmelden können, solltest du erwähnen.

Dann kannst du auf Flyern, Visitenkarten und über deine Social-Media-Kanäle auf deinen Newsletter aufmerksam machen. Du kannst im Wartezimmer einen Hinweis und eine Liste zum Eintragen auslegen oder einfach im Gespräch darauf aufmerksam machen. Auch im Patienten-Anmeldebogen kannst du ein Häkchen für die Newsletter-Anmeldung einbauen, es darf aber nicht vorher angekreuzt sein.

Die beste Strategie ist natürlich, einfach so gute Inhalte anzubieten, dass sich dein Newsletter von selbst herumspricht.

Alexander Mallok Heilpraktiker

So wächst die Abonnentenzahl von Heilpraktiker Alexander Mallok:

„In unserem Behandlungsvertrag kann angekreuzt werden, ob der Newsletter gewünscht wird. Alternativ gibt es aber auch die Möglichkeit, auf der Homepage und bei Facebook Abonnent zu werden.“

– Alexander Mallok –

3. Wie erstellst du deinen Newsletter?

Mit dem richtigen Tool und ein paar Tipps ist dein Newsletter schnell erstellt.

Das passende Newsletter-Programm

Du kannst deinen Newsletter natürlich mit deinem normalen E-Mail-Programm versenden. Dann sieht der Newsletter aber wenig spektakulär aus, du hast kaum Filtermöglichkeiten für deine Empfänger, du kannst selten nachverfolgen, wie gut dein Newsletter angekommen ist und ab einer größeren Anzahl an Empfängern wird es sowieso schwierig.

Deshalb bietet sich eine Newsletter-Software an. Hier gibt es verschiedenste Varianten. Für dich als Heilpraktiker reicht meist ein einfaches Tool. Für wenige Empfänger ist das manchmal sogar kostenfrei. Mit dem Programm kannst du eine Vorlage wählen und Bilder und Text ganz einfach ergänzen.

Das sollte ein professionelles Programm mitbringen

  • Du solltest alle Abonnenten einfach verwalten, filtern und auswählen können.
  • Die Vorlagen sollten schön aussehen, einfach zu bearbeiten sein und sich an das Smartphone anpassen.
  • Du kannst prüfen, wie viele Personen deinen Newsletter geöffnet oder auf einen Link geklickt haben.
  • Du brauchst funktionierende Prozesse, die eine Newsletter-An- und Abmeldung und ungültige E-Mail-Adressen rechtlich korrekt verwalten.

 
Mögliche Anbieter sind zum Beispiel Newsletter2Go oder CleverReach.

Tipp: Mit Shore kannst du nicht nur deine Kunden übersichtlich in einer Datenbank verwalten, sondern auch ganz einfach deinen Newsletter erstellen. Wähle für die Design-Vorlage einfach ein aussagekräftiges Titelbild, füge unkompliziert deine Texte hinzu, filtere deine Empfängerkunden und lass dich mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung beim Erstellen unterstützen.

auf dem smartphone eine mail lesen

Der Newsletter-Aufbau

Diese Punkte sollte dein Newsletter beinhalten:

Betreff und Anrede

Der Betreff entscheidet über Öffnen oder Löschen. Er sollte so kurz und konkret wie möglich sein und neugierig auf den Inhalt machen. Typische Spam-Begriffe wie günstig oder billig solltest du vermeiden, sonst landet die E-Mail womöglich direkt im Papierkorb.

Die Anrede sollte möglichst persönlich sein. Du kannst meistens einen Platzhalter für den Namen einfügen z.B. <Firstname>. Bei jedem Empfänger wird dann der entsprechende Vorname aus der Datenbank eingefügt.

Inhalte

Der Text wird meist überflogen. Fass dich kurz, schreibe keine langen Sätze und gliedere den Text in Zwischenüberschriften. Außerdem braucht jeder Newsletter ein klares Ziel, zum Beispiel eine Handlungsaufforderung. Das kann der Klick auf einen Link sein oder die Aufforderung, dich zu kontaktieren und einen Termin zu machen.

Bilder lockern den Text auf und sehen viel ansprechender aus. Sie müssen natürlich zum Text passen, sollten nicht zu aufdringlich sein und die richtige Auflösung haben (Mails mit zu großen Bildern überfordern das Postfach oder verstopfen es).

Abschluss

Deine Kontaktdaten sollten am Ende vollständig erscheinen – mit Adresse, E-Mail, Telefon, Website und deinem Logo. Hast du eine Online-Buchungsfunktion, verlinke sie.

Deine E-Mail muss einen Abmeldelink und ein vollständiges Impressum enthalten. Mehr erfährst du im Abschnitt „Rechtliches“.

4. Worauf musst du beim Versenden achten?

Vor dem Versenden solltest du deine E-Mail Korrektur lesen lassen und dann zur Probe an eine Person versenden. Hast du Anhänge, achte darauf, dass sie nicht zu groß sind, sie verstopfen sonst das Postfach.

Beachte Rechtliches

Du solltest eine Mail nicht ohne die Double-Opt-In-Einwilligung des Empfängers versenden. Zwar ist die Abmahnungswahrscheinlichkeit in deinem Rahmen sehr gering, aber sicher ist sicher. Für den Fall der Fälle solltest du Einwilligungen auch genau dokumentieren. In der Bestätigungs-E-Mail sollte eine Einwilligungserklärung enthalten sein. Hier erfährst du mehr.

Jeder Newsletter muss einen Abmeldelink enthalten. In gängigen Softwares kannst du darauf standardmäßig zurückgreifen. Die Adressen werden dann automatisch aus der Empfängerliste gelöscht. Du solltest auch persönliche Abmeldungen per Telefon, Mail oder Gespräch beachten.

Auch ein vollständiges Impressum ist Pflicht. In der Mail reicht auch ein Link auf dieses. Hier erfährst du mehr über die Angaben im Heilpraktiker-Impressum.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Versenden?

Das kann nicht verallgemeinert werden. Wer genau deine Empfänger sind, beeinflusst, wann du deinen Newsletter versendest.

Haben die meisten Patienten ihre private Mailadresse angegeben, werden sie deinen Newsletter vermutlich eher am Feierabend oder am Wochenende lesen (außer sie arbeiten nicht). Haben deine Patienten oft Kinder, ist die Ferienzeit nicht geeignet. Frag doch deine Patienten am besten selbst und probiere es einfach aus.

Du musst deinen Newsletter übrigens nicht immer gleich versenden, sondern kannst in den meisten Tools den Zeitpunkt einfach planen.

Wie oft versendest du deinen Newsletter?

Hier ist Feingefühl gefragt. Übertreibe es nicht und sende deinen Kunden nur E-Mails, wenn sie wirklich relevant sind. Alle paar Wochen ist meist ein gutes Mittelmaß. Bleib aber auch hier im Gespräch mit deinen Kunden und achte auf deren Signale. Melden sich viele ab oder öffnen viele deine E-Mails nicht mehr, solltest du die Anzahl vielleicht reduzieren (oder aber deine Inhalte überdenken).

5. Was mache ich nach dem Versenden?

Prüfe den Erfolg deiner Mails. In den meisten E-Mail-Programmen kannst du nachverfolgen, wie viele Personen deine E-Mail geöffnet oder auf einen gesendeten Link geklickt haben. Je höher diese Prozentzahl ist, desto besser ist dein Newsletter angekommen.

Du kannst vergleichen, welche Themen gut ankommen oder testen, welche Textlänge, Vorlage oder Ansprache am meisten Erfolg hat. Und deine E-Mails so stetig optimieren.

Melden sich immer mehr Personen ab oder werden deinen Mails seltener geöffnet, stimmen deine Inhalte oder deine Zielgruppe nicht. Du solltest deine Strategie überdenken.

Mehr Erfolg im Praxismarketing

Alexander Mallok Heilpraktiker

Alexander Mallok über die Kundenbindung:

„Die Kundenbindung ist nach der Kundengewinnung der zweite wichtige Punkt im Marketing. In erster Linie möchte ich unsere Patienten/-innen natürlich durch gute Arbeit an die Praxis binden. Aber selbstverständlich ist der Newsletter ein wichtiges Werkzeug zur Kundenbindung. Auch unsere zahlreichen Posts auf Facebook und Instagram sowie aktuelle Beiträge bei Google sollen unsere Patienten/-innen immer auf dem Laufenden halten (Praxisnews) und zu relevanten Themen informieren.“

– Alexander Mallok –

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