Kosmetiksalons, Nagelstudios & Co.: Hier dürft ihr endlich wieder öffnen!

Kosmetikstudios, Nagelstudios, Tatoostudios, Fußpfleger und Massagepraxen können öffnen

16 Bundesländer in Deutschland und 17 verschiedene Regelungen zu Corona-Maßnahmen – so kommt es einem zumindest vor. Deutschland lockert allmählich die geltenden Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus. Dabei entscheidet allerdings jedes Bundesland selbst, was wann wieder erlaubt wird, und was nicht. Nachdem seit Kurzem Friseure wieder an die Arbeit dürfen, fragen sich Besitzer von Kosmetik- und Beautysalons, Nagel-, Fußfpflege-, Tattoo- und Massagestudios, wann auch sie endlich wieder öffnen dürfen. Die Antwort lautet: Kommt darauf an! Und zwar auf das Bundesland. Um etwas Licht ins Dickicht der Regelungen zur Wiedereröffnung zu bringen, haben wir eine Übersicht nach Bundesländern erstellt (Stand 19.05.20).

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg durften Fußpfleger genau wie Friseure am 04. Mai wieder öffnen. Das Bundesland hat dazu eine Corona-Verordnung für Fußpflegeeinrichtungen erlassen. Kosmetik- und Nagelstudios haben seit dem 11. Mai wieder geöffnet. Das Sozial- und Wirtschaftsministerium hat Auflagen zur Eindämmung des Virus hier zusammengestellt. Darin finden sich auch Informationen zu Dienstleistungen am Gesicht, die nur unter erhöhten Hygienemaßnahmen gestattet sind. Beispielsweise müssen mindestens FFP2-Masken getragen werden.

Bayern

Der Fußpflegebetrieb ist in Bayern wieder möglich. Auch Nagel- und Kosmetikstudios dürfen ab dem 11. Mai wieder öffnen. Alle handwerklichen Dienstleister müssen allerdings ein Hygienekonzept und (bei vorhandenen Parkplätzen) ein Parkplatzkonzept ausarbeiten. Auf der Informationsseite der Handwerkskammer finden sich Checklisten zur Erstellung solcher Konzepte. Dort heißt es außerdem zu gesichtsnahen Dienstleistungen: „Der Kunde muss (…) seine Mund-Nasen-Bedeckung nicht tragen, wenn die Art der Leistung sie nicht zulässt. Damit ist es beispielsweise Kosmetikern erlaubt, Gesichtsbehandlungen durchzuführen oder Friseuren, Bärte zu schneiden.“ Allerdings sollte in diesem Fall über erhöhte Hygienemaßnahmen nachgedacht werden.

Berlin

Seit dem 09. Mai dürfen Berliner wieder körpernahe Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Das bedeutet, dass Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe wieder geöffnet haben. Hygieneregeln müssen aber eingehalten werden. So dürfen Behandlungen und Anwendungen, bei denen die Mund-Nasen-Bedeckung abgenommen werden müsste, nicht angeboten werden. Hier stellt die Senatskanzlei Berlin aktuelle Informationen bereit.

Brandenburg

In Brandenburg haben Fußpflege-, Kosmetik-, Nagel-, Tattoo und Sonnen-Studios sowie Massagesalons seit dem 09. Mai wieder geöffnet. Ein Mund- und Nasenschutz ist für Kunden sowie Beschäftigte Pflicht.

Bremen

Seit dem 06. Mai dürfen Kosmetik-, Fußpflege- und Nagelstudios in Bremen wieder öffnen. Laut einer Pressemitteilung der Handwerkskammer Bremen gelten für sie die gleichen Hygienevorschriften wie bei Friseuren. Gesichtsnahe Dienstleistungen dürfen nur unter besonderen Schutzmaßnahmen angeboten werden. Genaueres dazu findet sich in dieser Checkliste.

Wiedereröffnung von Nagelstudios nach Corona-Schließungen

Hamburg

Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios sowie Massagesalons in Hamburg haben seit dem 13. Mai nun auch wieder geöffnet. Allerdings müssen sich diese an diverse Auflagen halten, die auf der Seite der Handwerkskammer Hamburg eingesehen werden können. Beispielsweise müssen Kontaktdaten von Kunden protokolliert und eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Hessen

Hier dürfen Dienstleister im Bereich der Körperpflege, wie Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios sowie Massagepraxen wieder öffnen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist ebenfalls Pflicht. Sie darf aber abgenommen werden, wenn die Dienstleistung nur ohne diese Bedeckung erfolgen kann. Arbeitsschutzstandards stellt die Handwerkskammer Wiesbaden als Download zur Verfügung.

Mecklenburg-Vorpommern

Ab dem 07. Mai durften hier Kosmetikstudios, Massagepraxen, Nagel- und Fußfplegestudios, Sonnenstudios, Tattoo-Studios, Physiotherapeuten und Logopäden und ähnliche Unternehmen ihren Betrieb wieder fortsetzen. Hygieneauflagen sind auf der Seite der Handwerkskammer Schwerin zusammengefasst.

Shore Light Kundendaten erfassen

Niedersachsen

Kosmetik-, Nagel- und Tatoostudios in Niedersachsen dürfen wieder öffnen. Auch hier gelten die Arbeitsschutzstandards der BGW. Außerdem müssen beispielsweise die Kontaktdaten der Kunden dokumentiert werden.

Nordrhein-Westfalen

Seit dem 04. Mai haben Fußpfleger in Nordrhein-Westfalen wieder geöffnet. Genau wie für Friseure gelten hierbei allerdings bestimmte Auflagen. Seit dem 11. Mai dürfen auch Nagel- und Kosmetikstudios sowie Massagesalons wieder öffnen, die Hygienestandards dafür finden sich hier. Tätowierer müssen sich leider noch gedulden: Das Stechen von Tattoos ist im Moment noch nicht erlaubt.

Massagestudios und Fußpfleger haben wieder geöffnet

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz haben Massagesalons, Solarien, Nagel,- Tattoo-, und Kosmetikstudios seit dem 13. Mai wieder geöffnet.

Saarland

Im Saarland dürfen seit dem 04. Mai Kosmetik-, Piercing- und Tattoostudios genau wie Fußpflegepraxen wieder geöffnet haben.

Sachsen

Ähnlich ist es in Sachsen: Am 04. Mai wurde Kosmetikern, Nagel- und Tatoostudios wieder grünes Licht gegeben. Auch gesichtsnahe Dienstleistungen sind jetzt wieder erlaubt – unter Einhaltung von strengen Hygienemaßnahmen. Dazu zählen beispielsweise eine Atemschutzmaske und eine Schutzbrille. Hier werden alle Maßnahmen konkretisiert.

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt dürfen Barbiere, nicht medizinische Massage- und Fußpraxen sowie Kosmetik- und Nagelstudios seit dem 04. Mai ihre Geschäfte wieder öffnen.

Schleswig-Holstein

Auch hier können medizinische und kosmetische Fußpfleger und Nagelstudios ihre Kunden wieder bedienen, wenn ein entsprechendes Hygienekonzept vorliegt. Gesichtsnahe Dienstleistungen sind weiterhin nicht erlaubt.

Thüringen

In Thüringen gilt: Kosmetik- und Nagelstudios dürfen wieder öffnen, auch Barbiergeschäfte sind zulässig. Die Handwerkskammer Erfurt stellt hier umfassende Informationsmaterialien zu Branchenregelungen zur Verfügung.

Was wird jetzt anders?

Ganz klar: Das Leben mit Corona ist einfach anders. Und darauf gilt es sich einzustellen. Auch du als Dienstleister wirst sicherlich einiges in deinem Salon oder Studio umstellen müssen. Aber das ist zu schaffen! Informiere dich regelmäßig über Hygienevorschriften in Beautysalons – das kannst du zum Beispiel auf den Seiten deines Bundeslandes oder bei deiner Berufsgenossenschaft tun. Außerdem lässt sich aus jeder noch so widrigen Situation etwas lernen: Überlege dir, was du aus der Krise mitnehmen kannst und was du vielleicht gelernt hast. In unserem Live-Talk „Bye-bye Krise, hallo Zukunft!“ haben sich unsere Experten unter anderem genau darüber Gedanken gemacht.

Shore-Livetalk zur Corona-Krise

Die Nachrichtenlage ändert sich zurzeit stündlich. Wir versuchen diesen Artikel stets aktuell zu halten. Im Zweifelsfall solltest du dich an die zuständigen Behörden deines Bundeslandes wenden. Wir haben diesen Artikel nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, aber übernehmen keine Garantie für die Aktualität und Richtigkeit dieser Inhalte. (Stand: 06. Mai 2020)

 

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