Haare schneiden 4.0: Interview mit Nikbin Rohany, CEO von Shore

Interview mit Nikbin Rohany

esteticamagazine, 20.03.2020

Das Münchner Start-up SHORE ermöglicht mit seiner All-in-one-Software Digitalisierungsprozesse für kleine und mittelständische Friseursalons.

Zusammen mit seinem Team begleitet Nikbin Rohany Unternehmen aus der Friseurbranche bei der Digitalisierung ihrer Salons und stellt sicher, dass diese ihre Prozesse digitalisieren und optimieren und dabei Zeit und Geld sparen. Die Mitarbeiter der Friseursalons werden durch diese Entwicklung zunehmend entlastet. Wie all das in der Praxis aussieht, wie Friseure die Digitalisierung am besten in ihren Alltag implementieren können und warum das so wichtig ist, erklärt Nikbin Rohany, CEO des Münchner Software-Start-ups Shore, im Interview.

Digitalisierung ist schon lange kein Buzzword mehr. Auch Friseursalons kommen nicht mehr darum herum, sich mit dem Thema zu befassen. Warum?

Die Digitalisierung ist längst Teil unserer Gesellschaft. Die meisten Unternehmen haben dies erkannt und bereits reagiert. Die Friseurbranche hinkt bisher hinterher, hat aber noch die Chance, aufzuholen. Heutige Kunden fordern digitale Kontaktpunkte, wie beispielsweise via Social Media oder Webseiten, sehr stark ein. Doch auch der Gesetzgeber reagiert auf die Digitalisierung: So müssen sich durch die 2020 in Kraft getretene Kassensicherungsverordnung auch die Salons, die bisher kein elektronisches System hatten, nun mit der Digitalisierung auseinandersetzen. Aus diesen Gründen ist es unabdingbar, dass Salons ihre alltäglichen Prozesse digitalisieren – und wenn möglich Routineaufgaben automatisieren. Nur so ist es ihnen möglich, am Puls der Zeit und damit wettbewerbsfähig zu bleiben.

Du erwähnst neben der Digitalisierung das Stichwort Automatisierung. Welche konkreten Vorteile bieten automatisierte Prozesse den Friseursalons?

Im Endeffekt kann man es sich so vorstellen: Alle Prozesse, die bislang manuell abliefen, können mit Hilfe von Software nun auch digital abgebildet werden. Das fängt bei der Terminplanung an: Termine können nicht nur über Webseiten, sondern auch über Social-Media-Kanäle wie Facebook oder Instagram, aber auch über Google direkt online gebucht werden. Nicht zuletzt öffnet man sich dadurch einer sehr großen – unter Umständen neuen – Zielgruppe. Diese Buchungen werden dann in den Kalender des Salons übertragen – automatisch, also ohne, dass Mitarbeiter wertvolle Zeit für das manuelle Eintragen aufwenden müssen. Zusätzlich wird automatisch eine entsprechende Kundendatei angelegt und verwaltet. Das spart dem Salon Zeit sowie Kosten und nicht zuletzt auch Nerven der Mitarbeiter. Außerdem kann die gesamte Personalplanung durch Software abgedeckt werden: Von der Schichtplanung, über Arbeits- bis hin zu Urlaubszeiten. Und das ortsunabhängig und auf allen mobilen Endgeräten. Durch die Daten lassen sich zudem Statistiken erstellen, so dass Salons mehr Insights zum Buchungsverhalten oder dem Umsatz erhalten. So lässt sich das ganze Geschäft natürlich besser planen. Auch den Kunden bieten Software-Lösungen zahlreiche Vorteile. So können sie automatisch Terminerinnerungen auf ihr Handy oder iPad oder Newsletter mit Aktionen oder Rabatten zugesendet bekommen. Das erhöht nicht nur ihre Zufriedenheit, sondern verbessert auch die Auslastung im Salon, da “Leerläufe” durch vergessene Termine nahezu vermieden werden.

Gibt es weitere Branchen, die sich für eine Digitalisierung bzw. Automatisierung von Prozessen anbieten?

Ganze 52 Prozent aller Termine werden außerhalb der Öffnungszeiten der Unternehmen gebucht. Und das nicht nur in der Friseurbranche, sondern im gesamten Dienstleistungssektor – von Beauty und Spa über Physiotherapie bis hin zu Handwerksbetrieben. All diese Branchen können ihre Prozesse mittels Software-Lösungen digitalisieren und automatisieren.

Zum Schluss ein Blick in die Glaskugel: Was denkst du, wie weit wird die Digitalisierung bzw. Automatisierung der Friseurbranche vorangeschritten sein, sollten wir uns am Ende diesen Jahrzehnts wieder sprechen?

Nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Gesellschaft wird immer digitaler. In zehn Jahren werden Online-Buchungen immer selbstverständlicher und von einem Großteil der Kunden erwartet. Die Digitalisierung von Dienstleistern ist essentiell, um auf dem Markt weiter bestehen zu können. Die Automatisierung von Prozessen geht damit ganz klar einher und wird sich etablieren. In diesem Zuge wäre auch denkbar, dass Buchungen beispielsweise ganz automatisch durch einen Kalenderabgleich via Chatbots ablaufen – Stichwort Alexa, Google Home und Co. Von derartigen Entwicklungen bleibt auch die Friseurbranche nicht verschont: (Potentielle) Kunden wollen aber schon heute da abgeholt werden, wo sie stehen: Digital. Tendenz steigend. Zusätzlich können Prozesse effizienter gestaltet und Kosten gespart werden. Entsprechende Software-Lösungen, wie Shore, helfen dabei.

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