Friseurumsätze liegen 77% unter dem deutschen Durchschnitt

Friseure Umsatz unter Durchschnitt

Sie sind oft Seelenklempner, Barista, Smalltalk-Meister und natürlich Profis auf ihrem Gebiet – Friseure! Aber sie gehören auch zu den umsatzschwächsten Branchen Deutschlands. Eine Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts zeigt nun schwarz auf weiß: Friseure setzen 77 Prozent weniger als der Durchschnitt der handwerklichen Berufe um. Gerade in Zeiten von Umsatzausfällen und hohen Hygieneauflagen in Folge der Coronavirus-Pandemie hat das Friseurhandwerk daher noch stärker zu kämpfen als manch andere Branche. Alle Zahlen, einige Antworten plus eine mögliche Lösung – das alles gibt es in diesem Artikel!

Ein Blick in die Zahlen: Die bittere Wahrheit

28.000 Euro – so viel setzt ein Friseurbetrieb in der Regel pro Mitarbeiter um. Und das sind satte 98.000 Euro zu wenig! Der Durchschnittsumsatz für zulassungspflichtige handwerkliche Berufe liegt nämlich bei 126.000 Euro pro tätiger Person. Damit setzen Friseure ganze 77 Prozent weniger um. Die Zahlen stammen aus einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts. Doch das ist noch nicht alles: Auch der Anteil der geringfügig entlohnten Beschäftigten liegt im Friseurhandwerk 16 Prozent höher als bei anderen Handwerksberufen. Als geringfügig entlohnt zahlen alle Personen, die nicht mehr als 450 Euro pro Monat verdienen.

Wo nichts ist, kann auch nichts gespart werden

Besonders im Hinblick auf die Covid-19-Pandemie sind diese Zahlen für diese Branche besonders bitter. Denn: Wo wenig umgesetzt wird, kann auch wenig gespart werden. Die Schließungen und Auflagen haben riesige Löcher in die Kassen der Friseurbetriebe gerissen. Da viele Unternehmer aus diesen Branchen aber schon vor der Krise – aufgrund der niedrigen Umsätze – am Existenzminimum arbeiteten, fehlten jegliche Möglichkeiten, Rücklagen zu bilden. Und so stecken viele Friseure auch nach den Wiedereröffnungen im nächsten Schlamassel: Eigentlich müssten die Betriebe ihre Preise anheben, um Mehrkosten durch die Hygieneauflagen sowie die Umsatzverluste der letzten Monate auszugleichen, aber das können die meisten nicht. Warum? Weil sie dann nicht mehr konkurrenzfähig bleiben und sie im schlimmsten Fall viele Kunden verlieren.

Eine mögliche Lösung

Wir möchten Friseuren sowie allen anderen körpernahen Dienstleister eine Möglichkeit bieten, ihre Mitarbeiter und ihre Geschäfte auch in und nach der Krise zu halten. Daher haben wir eine Petition ins Leben gerufen. Mit dieser streben wir die Senkung der Mehrwertsteuer für körpernahe Dienstleistungen von 19 auf 10 Prozent für den Zeitraum bis zum 31.12.2021 an. Somit haben die Betriebe die Möglichkeit ihre Preise zu halten, um konkurrenzfähig zu bleiben. Wie kannst du die Petition unterstützen? Ganz einfach: Das Wichtigste ist natürlich deine Unterschrift auf openPetition. Teil sie aber auch gerne mit Familie, Freunden und Kollegen, um mehr Reichweite zu gewinnen. Jede Unterschrift zählt!

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