Das brauchst du, um einen Friseursalon zu eröffnen

Friseur Salon eröffnen Grundlagen und Voraussetzungen

Vermutlich hat ihn jeder Friseur mal im Laufe seines Lebens – den Traum vom eigenen Salon! Im ersten Moment mag diese Idee total perfekt klingen: Du bist dein eigener Chef, du kannst deinen eignen Salon einrichten, du darfst dir deine Kollegen selbst aussuchen. Doch auf dem Weg dorthin gibt es einige Hürden zu überwinden. Jede Menge Gesetze, Behörden und Co. warten auf dich. Wir verschaffen dir hier einen kleinen Überblick und beantworten dir die wichtigsten Fragen zum Thema „Friseursalon eröffnen“.

„Friseure gibt es doch wie Sand am Meer“

Diesen Satz hast du vermutlich schon häufiger gehört, wenn du gerade planst, einen eigenen Salon zu eröffnen. Werfen wir also einen Blick auf die Statistiken. Klicke auf die Karte, um herauszufinden, wie viele es Friseurunternehmen es in Deutschland gibt und wie sich die Zahl in den letzten Jahren entwickelt hat.

 

Die Studie von Statista macht klar: Du wirst einiges an Konkurrenz haben, aber das wird dir vermutlich schon vorher klar gewesen sein. Umso wichtiger ist es, den richtigen Standort, das richtige Konzept und die richtige Zielgruppe für deinen Friseursalon zu wählen. Darüber solltest du dir als Erstes Gedanken machen.

Muss ich einen Businessplan schreiben?

Ganz ehrlich: Es gibt ganz sicher schönere Zeitvertreibe als einen Businessplan zu schreiben. Aber die Arbeit lohnt sich! Denn so musst du dir Gedanken über die oben genannten Punkte machen. Und du wirst direkt mit einem weiteren essentiellen Punkt konfrontiert: den Finanzen! Du solltest dir unbedingt vor der Gründung deines Friseursalons überlegen, wie viel Geld du benötigst, wie viel Eigenkapital du mitbringst und wie viel du noch benötigst. Einige Förderprogramme greifen nämlich nur, wenn du dein Unternehmen noch nicht gegründet hast: Also: Immer mit dem Businessplan starten!

Was brauche ich, um einen Friseursalon zu eröffnen?

  • Meisterbrief (es gibt ein paar Ausnahmen, s.u.)
  • Gewerbeanmeldung inkl. Wahl der Rechtsform
  • ggf. Eintrag ins Handelsregister
  • Meldung beim Finanzamt
  • Eintrag bei der Handwerkskammer
  • Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
  • Anmeldung bei den Versicherungen
  • ggf. Businessplan
  • Rücksprache mit der Bauaufsichtsbehörde
  • Mitgliedschaft in einem Bundesverband der Friseurbranche (freiwillig)
  • Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Hygiene-Vorschriften für deinen Salon


checkliste für friseursalons

Welche Kosten kommen auf mich zu, wenn ich mich als Friseur selbstständig mache?

Anschaffungskosten:

  • Gebühren Behörden und Ämter
  • Ggf. Umbaukosten
  • Einrichtung
  • Erstausstattung
  • Provision und Kaution

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Laufende Kosten:

  • Miete
  • Nebenkosten
  • Verbrauchsgüter (Pflegemittel, Farben etc.)
  • Personalkosten
  • Marketing
  • Software
  • Kassensystem
  • Versicherungen
  • Steuern

Was ist die passende Rechtsform für meinen Friseursalon?

Wer ein Unternehmen gründet, muss sich mit den möglichen Rechtsformen auseinandersetzen. Hier lässt sich keine allgemeingültige Aussage treffen, welche Rechtsform du wählen solltest – vielmehr kommt es auf den Einzelfall an. Daher empfiehlt unsere Rechtsabteilung, sich ganz genau mit den Hintergründen auseinanderzusetzen oder sich am besten mit einem Experten zusammenzusetzen. Er kann dir ganz genau darlegen, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Rechtsformen für dich mitbringen und worauf du achten musst.

rechtliche grundlagen

Kann ich einen Friseursalon eröffnen ohne Meisterbrief?

Eigentlich dürfen in Deutschland nur Friseurmeister einen eigenen Salon eröffnen. Bist du nicht im Besitz eines Meisterbriefes, gibt es ein paar Möglichkeiten, sich dennoch selbstständig zu machen:

1. Die Ausübungsberechtigung nach § 7b Handwerksordnung

Dafür ist eine bestandene Gesellenprüfung im Friseurhandwerk Voraussetzung. Außerdem musst du 6 Jahre Berufserfahrung nachweisen, von denen du 4 Jahre in einer leitenden Position tätig gewesen sein musst.

2. Die Ausnahmebewilligung nach § 8 Handwerksordnung

Mit einer Ausnahmebewilligung kannst du auch ohne Meisterbrief in die Handwerksrolle eingetragen werden. Allerdings muss dafür ein Ausnahmefall vorliegen, d.h. die Meisterprüfung stellt für dich eine nicht zumutbare Belastung dar (gesundheitliche und körperliche Behinderungen etc.). Des Weiteren musst du notwendige praktischen, fachtheoretischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnisse und Fertigkeiten vorweisen. Die Ausnahmebewilligung kann befristet werden, an Auflagen sowie Bedingungen geknüpft werden oder auf einen wesentlichen Teil der Tätigkeiten beschränkt werden.

3. Einen Friseurmeister als Betriebsleiter einstellen

Eine dritte Möglichkeit besteht darin, einen Friseurmeister in deinem Salon als Betriebsleiter einzustellen. Aber Vorsicht: Er muss seine damit verbundenen Aufgaben auch tatsächlich wahrnehmen.

Auch wenn du diese Kriterien erfüllst, gibt es keine Garantie, dass du eine Genehmigung erhältst. Die Handwerkskammer muss dies im Einzelfall prüfen und du solltest vorab ein Beratungsgespräch vereinbaren.

Brauche ich noch etwas?

Aller Anfang ist schwer! Nun hast du einen Überblick über die wichtigsten Voraussetzungen, Richtlinien etc. Doch um einen Friseursalon zu eröffnen, braucht es noch mehr. Hier können dir unsere Artikel über Saloneinrichtung, Werbung für Friseure oder Kassensysteme weiterhelfen. Natürlich darf auch eine gute Friseur-Software in deinem Salon nicht fehlen. Mit Shore sparst du dir den lästigen Papierkram und kannst dein Unternehmen von Anfang an effizient sowie einfach managen. Außerdem helfen dir Online-Terminbuchungen, Kundendatenbank und Co. dabei neue Kunden zu gewinnen.

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