FAQ zum COVID-19 Virus für Unternehmen

FAQ für Unternehmen zum COVID-19 Virus

Das neue COVID-19 Virus breitet sich weltweit und auch in Deutschland immer weiter aus. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete auf einer Pressekonferenz in Berlin die Corona-Krise als „einzigartige“ Situation. In zahlreichen Bundesländern werden Kinos, Sportstätten, Schulen, Kindergärten und viele weitere Einrichtungen geschlossen. Dienstleister und Handwerker sind bisher aber noch nicht explizit dazu aufgefordert worden, ihre Betriebe zu schließen. Unternehmen haben jetzt viele Fragen: Wie muss gehandelt werden, wenn ein Mitarbeiter plötzlich anfängt, zu husten? Wer zahlt bei Ausfällen und bei Quarantäne? Und wie sollen Kunden am besten über Änderungen oder Schließungen im Betrieb informiert werden? Hier gibt es die Antworten auf die häufigsten Fragen von Unternehmern zum COVID-19 Virus.

1. Was muss ich tun, wenn der Verdacht einer COVID-19 Infektion bei einem meiner Mitarbeiter vorliegt?

Fühlt sich ein Mitarbeiter krank oder klagt über Symptome wie Fieber, (trockenen) Husten, Atemnot, Gliederschmerzen oder Erschöpfung, sollte sofort das Gesundheitsamt informiert werden. Dies gilt vor allem dann, wenn der Mitarbeiter in den letzten zwei Wochen Kontakt zu einem Erkrankten hatte oder in einem Gebiet war, in denen bereits viele COVID-19 Erkrankungen vorliegen. Eine Meldepflicht besteht allerdings nur für den nach §8 Infektionsschutzgesetz definierten Personenkreis. Ist das Gesundheitsamt informiert, kümmert sich dieses auch um alles Weitere: Der betroffene Mitarbeiter wird einem Test unterzogen oder in Quarantäne geschickt. Hier kannst du nach dem Gesundheitsamt in deiner Nähe suchen.

2. Wie wird die Bezahlung bei Ausfällen durch das COVID-19 Virus und bei Quarantäne gehandhabt?

Ist ein Mitarbeiter an dem COVID-19 Virus erkrankt, gelten keine gesonderten Regelungen: Der Mitarbeiter ist krankgeschrieben und bekommt weiterhin seinen Lohn ausgezahlt. Muss er ohne erkrankt zu sein vorsorglich in Quarantäne, kann aber von zu Hause weiterarbeiten, muss er das auch tun. Wenn das allerdings nicht möglich ist, greift das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen, das einen Entschädigungsanspruch in Höhe des Verdienstausfalls vorsieht. Diese Zahlung muss zunächst der Arbeitgeber leisten, sie wird aber auf Antrag von der zuständigen Behörde wieder erstattet.
Bist du selbstständig und musst dich per Anordnung in Quarantäne begeben, kannst du laut dem Infektionsschutzgesetz einen „Ersatz der in dieser Zeit weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben in angemessenem Umfang“ beantragen.

3. Muss ich meine Mitarbeiter weiterhin bezahlen, wenn mein Betrieb zwangsweise geschlossen wird?

Ja. Wenn die Möglichkeit besteht, von zu Hause zu arbeiten (Home Office) müssen Mitarbeiter auch weiterhin arbeiten und werden normal bezahlt. Aber auch wenn Home Office nicht möglich ist, gilt der Arbeitsausfall als ein Betriebsrisiko, das der Arbeitgeber tragen muss. Arbeitnehmer müssen deshalb auch in diesem Fall weiterhin bezahlt werden.

Antworten zum COVID-19 Virus für Unternehmen

4. Wie informiere ich meine Kunden am besten über betriebliche Ausfälle?

Planst du, deinen Betrieb aufgrund der aktuellen COVID-19 Situation zu schließen oder Öffnungszeiten zu kürzen, solltest du deine Kunden schnellstmöglich darüber informieren. Hierzu eignen sich natürlich deine Social-Media-Kanäle wie Facebook oder Instagram, deine Homepage oder ein Newsletter. Nutzt du die Shore-Software, können wir dich bei deiner Kundenkommunikation unterstützen: Denn all unseren Kunden schenken wir für die nächsten acht Wochen unser Newsletter-Tool. So kannst du deine Kunden schnell und unkompliziert über Öffnungszeiten und eventuelle betriebliche Änderungen informieren.

5. Welche Hilfen gibt es für Unternehmen in der COVID-19 Krise vom Staat?

Die Bundesregierung hat ein „Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“ beschlossen, das Unternehmen vor den wirtschaftlichen Schäden der Corona-Krise schützen soll. In unserem Artikel „Das Coronavirus-Hilfsprogramm: Welche Unternehmen haben Anspruch auf Unterstützung?“ informieren wir dich über die Maßnahmen der Regierung. Brauchst du im Speziellen Informationen über KfW-Kredite, kannst du mehr darüber in unserem Artikel „Corona-Krise: So wird Unternehmen jetzt mit einem KfW-Kredit geholfen!“ lesen.
Infografik Hilfsmaßnahmen für Unternehmen in der Corona-Krise

6. Was bedeutet die Schließung von Schulen und Kitas für Selbstständige?

Die Schließungen bedeuten für Selbstständige leider eine echte Herausforderung. Denn es gibt zwar in den meisten Fällen eine Notbetreuung, diese sollte aber nur in Ausnahmefällen in Anspruch genommen werden. Das bedeutet: Selbstständige müssen die Betreuung ihrer Kinder selber organisieren. Dringend abgeraten wird davon, die Kinder bei den Großeltern unterzubringen, da ältere Menschen eine Risikogruppe hinsichtlich des COVID-19 Virus darstellen.

7. Wo erhalte ich immer aktuelle Informationen über das COVID-19 Virus?

Es gibt mehrere seriöse Seiten, auf denen man sich über aktuelle Entwicklungen der Situation informieren kann. Ständig aktualisierte Daten liefert beispielsweise das Robert-Koch-Institut oder auch die Johns Hopkins University Baltimore. Über die Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums können sich Unternehmen außerdem unter der Nummer 030 18615-1515 von Montag bis Freitag von 9:00 bis 17:00 Uhr Fragen zu Auswirkungen des COVID-19 Virus beantworten lassen.

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