Die Wiedereröffnung digital vorbereiten – Shore CEO Nikbin Rohany im Gespräch mit der TopHair

TopHair, 06.04.2020

Seit 23. März sind die Friseursalons bundesweit geschlossen, vorerst bis zum 19. April. Bereits ab Februar sind die Termine jedoch eingebrochen, wie das Münchner Software-Unternehmen Shore beobachtet hatte. Die Gründe hierfür sind nachvollziehbar: „Ab dem Moment, in dem die Schulen geschlossen hatten, gingen die Buchungszahlen in den Salons massiv zurück“, berichtet Nikbin Rohany, Geschäftsführer von Shore. „Dafür kann es mehrere Gründe geben: das Gefühl der Verunsicherung, weniger Zeit, weil die Kinder zu Hause betreut werden mussten, ein Aufenthalt in Risikogebieten oder Kontakt zu Personen, die sich im Risikogebiet aufgehalten haben oder auch Menschen aus der Risikogruppe in der Familie. Dennoch war ebenfalls zu beobachten, dass ab dem Moment, wo Schließungen öffentlich diskutiert wurden, es noch einmal zwei Peeks zum Wochenende gab und die Kunden noch einmal verstärkt zum Friseur gegangen sind, bevor die Schließung dann verkündet wurde.“

Digitale Kundenbindung: Die Daten sind Gold

Um mit seinen Kunden in Kontakt zu bleiben, hat Shore eine Corona-Austausch-Gruppe auf Facebook erstellt. Auch zahlreiche Friseure nehmen hier teil. Die Stimmungslage beschreibt Nikbin Rohany als gefasst: „Die meisten sind optimistisch und wollen mit viel Kraft wieder weitermachen, wenn sie wieder öffnen dürfen. Es gibt viele unterschiedliche Ideen und spannende Ansätze, wie etwa Gutscheine zu verkaufen. Die Endkunden nehmen das sehr gut an.“ Eine Chance für eine noch stärkere Digitalisierung: Wer seine digitale Kundenkartei gut gepflegt hat, ist hier klar im Vorteil, wie der IT-Experte weiß: „Mit drei, vier einfachen Klicks bleibt man über Newsletter-Tools mit seinen Kunden in Kontakt und kann auf Rabatt-Aktionen hinweisen, Updates zu neuen Öffnungszeiten oder weiteren News zur Wiedereröffnung hinweisen. Jetzt stellt sich heraus, was wir schon immer betonen – die Kundendaten sind absolutes Gold! Erheben, Pflegen und auf Double-Opt-Ins achten (Anm. der Redaktion: Die Zustimmung des Kundens zu E-Mail-Marketing), das ist absolut wichtig!“

Die Zukunft liegt im Netz

Nicht nur zur Kundenbindung, auch für den Kontakt mit den Mitarbeitern ist es in diesen Zeiten unerlässlich, digitale Möglichkeiten zu nutzen. „Das berufliche Leben verlagert sich ja derzeit fast vollständig ins Netz“; so Rohany. „In Berufen, die nicht einfach ins Home Office gehen können, wie eben dem Friseurhandwerk, gibt es dennoch Möglichkeiten, wenigstens Teile der Arbeit digital aufrecht zu erhalten, etwa mit Trainings und Schulungen. Zudem kann der Betrieb auch bei einem jetzt zwar leeren Kalender auch heute schon digital auf eine Wiedereröffnung vorbereiten, indem er beispielsweise Buchungen für den Zeitraum in wenigen Wochen schon jetzt schon anbietet, um dann besser vorhersehen zu können, wie die Umsätze sind dann entwickeln würden und wie viele Mitarbeiter er braucht.“ Mit den Mitarbeitern in engem Kontakt zu bleiben, ist für Dennis Machts, Inhaber der Berliner Friseursalons und -schulen der D. Machts Group, ein wichtiges To Do zur Zeit: „Die Gewinner dieser Situation werden Unternehmer sein, die in dieser schwierigen Zeit für ihre Mitarbeiter da sind und ihnen auch dieses Gefühl vermitteln. Und wie gesagt, es kann daraus auch eine Riesenchance entstehen. Dadurch, dass jetzt alle so eng zusammenrücken – also das meine ich jetzt symbolisch mit dem Zusammenrücken – kann ein völlig neues Miteinander entstehen.”

Und für Nikbin Rohany ist die Auseinandersetzung mit digitalen Tools absolut unerlässlich: „Der Lockdown ist da, da können wir nichts tun. Die Frage ist, was können wir jetzt tun, um uns auf die Zeit danach vorzubereiten. Aus meiner Sicht gibt es da diverse Dinge: die Kundenbindung über Social Media stärken, beispielsweise gerade über Instagram. Hier sind so viele Endkunden unterwegs, da kann man sich als Dienstleister wunderbar sichtbar machen. Instagram bietet zudem jetzt auch eine neue Terminbuchungsfunktion. Viele Dienstleister bekommen schon heute mehr Terminbuchungen über Instagram als die eigene Webseite. Sich jetzt in der Zeit des Lockdowns in diesen Bereichen fit zu machen, halte ich für extrem wichtig.“

Das Aktivieren der Buchungsfunktion bei Instagram geht nur mit einem offiziellen Instagram-Partner wie Shore. Das bedeutet: Ein Unternehmen benutzt Shore und kann dann die Booking-Funktion bei sich aktivieren.

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