Coronavirus: Alles, was kleine Unternehmen und Dienstleister nun wissen müssen

Der COVID-19 Virus, besser bekannt als Coronavirus, hält die ganze Welt in Atem. Das öffentliche Leben wird mehr und mehr eingeschränkt, um die Infektionen einzudämmen. Das bekommt natürlich auch die Dienstleisterbranche zu spüren. Wir haben daher auf dieser Seite alle wichtigen Infos für dich gesammelt: Welche Unterstützung bekommst du nun vom Staat? Was musst du tun, wenn der Verdacht einer Corona-Infektion bei einem deiner Mitarbeiter vorliegt? Wie kommst du an den KfW-Kredit? Wie kommunizierst du jetzt richtig mit deinen Kunden? Wie sicherst du dir jetzt trotzdem deinen Umsatz?

UPDATE zur Corona-Krise für Unternehmen

Wir halten euch auf dem Laufenden! Hier gibt es aktuelle Updates zur Corona-Krise, die Unternehmen nicht verpassen sollten.

+++ Anträge für Corona-Soforthilfen können in den nächsten Tagen gestellt werden +++
Mit Verwaltungsvereinbarungen und Vollzugshilfen für die Bundesländern sind nun alle Voraussetzungen für die Umsetzung der Corona-Hilfen für Soloselbstständige, kleine Unternehmen, Freiberufler und Landwirte geschaffen. In den nächsten Tagen können somit Anträge gestellt werden. Mehr Informationen sowie eine Übersicht der zuständigen Behörden der einzelnen Länder gibt es hier.

+++ Bundestag verabschiedet Soforthilfen in Höhe von bis zu 50 Milliarden Euro +++
Am 25.03.20 hat der Bundestag Soforthilfen für kleine Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler final verabschiedet. Es sind Einmalzahlungen zwischen 9.000 und 15.000 Euro vorgesehen. Nähere Informationen dazu findest du hier.

+++ KfW-Sonderprogramm ist seit Montag gestartet +++
Seit dem 23.03.20 gibt es das neue KfW-Sonderprogramm für Unternehmen, die durch die Corona-Krise vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind. Ein Faktenblatt zum neuen KfW-Programm findest du hier. Weitere Informationen gibt es auch auf der Website der KfW.

+++ Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden deutschlandweit geschlossen +++
Den Beschluss der Bundesregierung vom 22. März 2020 findest du hier.

+++ Bayern: Friseure, Gaststätten, Bau- und Gartencenter werden ab dem 21.03.20 geschlossen +++
Die Maßnahmen gelten vorerst bis zum 04. April 2020. Die Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums gibt es hier.

+++ Investitionsbank Berlin (IBB) nimmt ab heute Anträge auf Liquiditätshilfen entgegen +++
Kleine und mittlere Unternehmen bis zu 250 Mitarbeitern (einschließlich der Freien Berufe, Clubs und Restaurants) können ab dem 19.03.20 Liquiditätshilfen bei der IBB beantragen. Anträge können hier gestellt werden.

+++ Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise – Kabinett will über Lohnfortzahlung beraten +++
Arbeitsminister Heil möchte Lohneinbrüche bei einem Arbeitsausfall aufgrund von Kinderbetreuung verhindern. Nächste Woche soll zu diesem Vorhaben ein Gesetzentwurf auf den Weg gebracht werden.

+++ Erstes KfW-Hilfspaket steht bereits zur Verfügung +++
Die KfW hat ihre bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet. Diese Kredite können Freiberufler, Selbstständige und Unternehmen ab sofort über ihre Hausbanken beantragen. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Stand: 30.03.20, 09:24 Uhr.

Was ist das COVID-19 Virus?

Das COVID-19 Virus, auch bekannt als Coronavirus, ist eine durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 verursachte Viruserkrankung und wurde am 11. März 2020 von der WHO als Pandemie eingestuft. Es ist erstmals Ende Dezember 2019 in der Millionenstadt Wuhan entdeckt worden und breitete sich anschließend weltweit aus. Das COVID-19 Virus verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion und die Inkubationszeit kann bis zu zwei Wochen betragen. Die Krankheitsverläufe sind unspezifisch, vielfältig und variieren stark.

Alle Infos wie Fallzahlen, Risikogebiete, Infektionsschutzmaßnahmen etc. zum COVID-19 Virus findest du auch auf der Seite des Robert-Koch-Instituts.

Muss ich meinen Salon, mein Studio, meine Praxis oder meinen Shop nun schließen?

Die Bundesregierung ergreift umfassende Maßnahmen, um das Coronavirus zu bekämpfen. Kanzlerin Merkel sagte: „Das sind Maßnahmen, die es so in unserem Land noch nicht gegeben hat. Aber sie sind notwendig“. Für die Umsetzung der Maßnahmen sind die Länder und Kommunen zuständig.

Hier ein kleiner Überblick der einzelnen Branchen (Stand 23.03.2020):

Einzelhandel: Nicht geschlossen werden Lebensmitteleinzelhandel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Poststellen. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen.

Freizeit: Schließen müssen Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen, Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen, Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks, Anbieter von „Freizeitaktivitäten“ drinnen und draußen, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen, Prostitutionsstätten und Bordelle.

Sport/Kinder: Geschlossen und verboten werden der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen, Spielplätze, Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Angebote in Volkshochschulen, Musikschulen und anderen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen.

Handwerker: Handwerker und Dienstleister dürfen weiterhin ihrer Tätigkeit nachgehen.

Restaurants: Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

Geschäfte müssen wegen des Corona-Virus geschlossen werden

Wie soll ich mit meinen Kunden kommunizieren?

Egal ob angeordnete Schließung, freiwillige Schließung, geänderte Öffnungszeiten oder zusätzliche Hygienemaßnahmen – gerade für Dienstleister ist es sehr wichtig, dass sie in einer Situation wie der Corona-Krise professionell mit ihren Kunden kommunizieren. Ob am Telefon, per E-Mail oder über Social Media: Besonders wichtig ist es, sachlich und ruhig zu bleiben. Wir haben für dich zahlreiche Textvorlagen für alle möglichen Szenarien und Medien (SMS, E-Mail und Social Media) erstellt. Dazu bekommst du noch ein Bilderpaket mit passendem Bildmaterial – und das Ganze natürlich kostenlos!

Corona Kundenkommunikation Vorlagen

Lies dazu auch unseren Artikel über die richtige Kundenkommunikation in Zeiten des Coronavirus.

Welche Unterstützung gibt es von der Bundesregierung?

Mit dem Coronavirus-Hilfsprogramm sollen Unternehmen und Arbeitsplätze geschützt werden. Auf der Website des Bundesfinanzministeriums heißt es: „Es ist genug Geld vorhanden, um die Krise zu bekämpfen. Diese Mittel werden wir jetzt einsetzen. Wir werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen. Darauf kann sich jede und jeder verlassen. Mit präzisen, schnell wirkenden Sofortmaßnahmen wird auf die konjunkturelle Entwicklung durch das Corona-Virus reagiert. Dies geschieht in enger Abstimmung mit den Ländern sowie mit europäischen und internationalen Partnern.“ Zu den Hilfsmaßnahmen zählen unter anderem die Anpassung der Kurzarbeiterregelung, ein leichterer Zugang zu KfW-Krediten (dazu unten mehr), eine Senkung der Steuervorauszahlungen uvm.

Wir haben für dich alle Maßnahmen des Coronavirus-Hilfsprogramm in diesem Artikel zusammengefasst. Da es neben diesen bundesweiten Beschlüssen aber auch immer noch individuelle Regelungen und Maßnahmen in den einzelnen Bundesländern gibt, haben wir zusätzlich eine Übersicht nach Bundesländern erstellt. Hier findest du für dein Bundesland alle Informationen, die für Unternehmer wichtig sind.
Dein Unternehmen befindet sich gar nicht in Deutschland? Wenn du in Österreich oder in der Schweiz arbeitest, findest du hier Informationen über Coronavirus-Hilfsprogramme in deinem Land.

Infografik Hilfsmaßnahmen für Unternehmen in der Corona-Krise

Wie muss ich als Arbeitgeber mit dem Coronavirus umgehen? Was bedeutet das für meine Mitarbeiter?

Das COVID-19 Virus stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Zunächst müssen sich Geschäftsleute Gedanken darüber machen, wie sie mit dem Virus konkret in ihrem Unternehmen umgehen sollen. Empfohlen wird, sich immer über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und Verdachtsfälle im Betrieb sofort beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Fallen dann Mitarbeiter durch eine tatsächliche Infektion oder auch nur aufgrund von Quarantäne aus, gibt es klare gesetzliche Vorgaben: In beiden Fällen wird der Lohn an den entsprechenden Mitarbeiter weitergezahlt. Zahlungen, die an gesunde Mitarbeiter in Quarantäne geleistet werden, können aber von der zuständigen Behörde wieder erstattet werden. Was ist aber, wenn der Betrieb zwangsweise geschlossen wird? Und wie sollte die Kundenkommunikation ablaufen?

In dem Artikel „FAQ zum COVID-19 Virus für Unternehmen“ bekommen Salonbesitzer genau solche und weitere Fragen beantwortet.

Was hat es mit den KfW-Krediten auf sich?

Angesichts der COVID-19 bedingten wirtschaftlichen Einbußen müssen sich Unternehmen aber auch Gedanken um ihre Zukunft machen. Hierzu hat die Bundesregierung ein„Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“ auf den Weg gebracht, um Unternehmen in der Corona-Krise wirtschaftlich zu unterstützen. Teil dieses Programms ist auch die Ausweitung von KfW-Krediten, die beispielsweise einfacher aufzunehmen sind und bei denen Risikoübernahmen erhöht wurden.

Wie genau diese KfW-Hilfen aussehen und wo man sie beantragen kann, erklärt dieser Artikel zu KfW-Krediten für Unternehmen in der Corona-Krise.

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Du musstest schließen? So kannst du die Zeit sinnvoll nutzen

Wer sein Geschäft schließt, verzichtet auf Umsatz, aber hilft dabei, den Coronavirus einzudämmen. Außerdem kannst du die Zeit sinnvoll nutzen, um in deine Kundenbindung und deine Weiterbildung zu investieren. Es bringt nichts, den Kopf in den Sand zu stecken und Trübsal zu blasen. Es ist für niemanden eine einfachere Situation, aber machen wir doch einfach alle das Beste daraus!

#1 Halte deine Kunden auf dem Laufenden und sichere deinen Umsatz

Was jetzt wichtig ist: Bleibe deinen Kunden im Gedächtnis! Schließlich möchtest du ja nicht, dass deine Kunden nach der Corona-Krise bei der Konkurrenz landen. Deshalb solltest du sie auf dem Laufenden halten, was deine Schließung angeht. Gib ihnen regelmäßige Updates, nimm sie mit hinter die Kulissen und informiere sie natürlich rechtzeitig, wenn du wieder öffnest. Außerdem solltest du regelmäßig Newsletter versenden. Darin kannst du beispielsweise als Friseur Styling- und Pflegetipps à la “Wenn der Friseurbesuch mal etwas warten muss” geben. Zeige deinen Kunden, wie sie den zu langen Pony gekonnt stylen oder was sie mit dem rauswachsenen Bob anstellen. Um deine Umsatzausfälle zu überbrücken, kannst du auch auf deine Produkte aufmerksam machen und diese versenden. Oder du wirbst für deine Geschenkgutscheine.

#2 Nimm dir Zeit für Social Media

Im hektischen Alltag bleiben deine Social Media Präsenzen häufig auf der Strecke. Da nun aber viele Menschen aufgrund von Quarantäne oder geschlossenen Arbeitsplätzen zu Hause sitzen, lohnt es sich bei Instagram, Pinterest, Facebook und Co. besonders aktiv zu sein. Hier kannst du ebenfalls den oben genannten Content verwenden, aber auch auf Produkte und Gutscheine aufmerksam machen. Nutze die Zeit, um neue Follower zu gewinnen, neuen Content zu produzieren, endlich ein Pinterest-Konto anzulegen oder dich intensiver mit dem ganzen Thema auseinander zu setzen. Mit unserem Social Media Planner kannst du schon einmal deine nächsten Wochen vorausplanen und in unserem Social Media Leitfaden findest du zahlreiche Tipps & Tricks rund um Instagram, Facebook und Co.

#3 Setze dich mit deinen Zahlen auseinander

In Zeiten der Corona-Krise müssen sich alle Unternehmer unumgänglich mit ihren Zahlen beschäftigen. Plötzlich fällt der Umsatz ganz oder teilweise weg und alle müssen schauen, wie sie über die Runden kommen. Das ist eine furchtbare Situation, aber vielleicht wird dem ein oder anderen auch bewusst, dass er sich in der Vergangenheit zu wenig mit seinen Zahlen auseinandergesetzt hat. Hast du dich schon einmal damit beschäftigt, ob du wirklich kostendeckend arbeitest? Oder ob du monatlich genügend Rücklagen bilden kannst? Wir haben für dich einen Lohnfaktor-Kalkulator erstellt, mit dem du berechnen kannst, wie viel Umsatz deine Mitarbeiter machen müssen. Außerdem stellen wir dir Excel-Kalkulatoren bereit, mit denen du deinen Stundensatz berechnen und die Leistung mit dem meisten Gewinn ermitteln kannst.

#4 Nutze die Zeit für Weiterbildung

Wer hat schon Geld für einen eigenen Grafiker oder Online Marketing Manager? Trotzdem sind diese Bereiche unerlässlich, wenn du erfolgreich sein möchtest. Nutze die Corona-Krise, um dich weiterzubilden. Da hätten wir zum Beispiel unser E-Book zum Thema “Online-Marketing für Dienstleister”, unsere Webinare zu den Themen Newsletter-Marketing oder Suchmaschinenoptimierung – alles natürlich kostenlos! Oder du meldest dich für die ebenfalls kostenlose Shore Academy an und lernst in flexiblen Online-Kursen jede Menge über Online-Marketing und Design.

#5 Starte endlich digital durch

Du arbeitest immer noch mit einem tonnenschweren Terminbuch und deine Kundendaten schlummern in einem riesigen Aktenschrank? Dann nutze die Zeit, um endlich digital durchzustarten! Online-Terminbuchung über Website, Instagram und Google, Online-Kalender, digitale Kundendatenbank, Newsletter-Tool, Terminerinnerungen, Kassensystem – das und vieles mehr bietet dir die Shore Software. Da du finanziell gerade genug zu kämpfen hast, kannst du Shore 15 Tage vollkommen kostenlos testen und danach gibt es unsere Software schon ab 29 Euro pro Monat. Außerdem schenken wir unseren Basic-Kunden für 8 Wochen Zugang zu unserem E-Mail-Newsletter-Tool, damit sie ihre Kunden auf dem Laufenden halten können.

 

Wie geht es anderen Unternehmern in der Corona-Krise?

Auch wenn du dein Geschäft schließen musstest, jetzt zu Hause sitzt, dir Gedanken über die Zukunft deines Unternehmens machst und gerade keine Kunden oder Kollegen zu Gesicht bekommst- du bist nicht allein. So wie dir geht es jetzt vielen anderen Unternehmern auch! In unserer Interview-Reihe „Unternehmen in der Corona-Krise“ kannst du lesen, wie es deinen Kollegen gerade geht und wie sie versuchen, die Situation zu meistern:

Und kennst du schon unsere Corona-Austauschgruppe für kleine Unternehmen und Dienstleister bei Facebook? Dort kannst du dich mit anderen Selbstständigen vernetzen und Erfahrungen teilen. Außerdem bekommst du regelmäßige Updates zur aktuellen Situation. #gemeinsamsindwirstark

Wo kann ich mich informieren?

Hier findest du eine Liste mit Webseiten, auf denen du dich als Unternehmer in der Corona-Krise informieren kannst. Außerdem haben wir hier auch wichtige Kontaktdaten zusammengestellt.

 

Diese kostenlosen Downloads helfen dir dabei, die Corona-Zeit zu überbrücken:

Marketingkalender 2020

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Social Media Planner

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Lohnfaktor-Kalkulator

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E-Book

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Bilderpaket für Friseure

SEO-Guide

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Stundensatz-Kalkulator

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