Coronavirus: Alles, was Friseure nun wissen müssen

Coronavirus: Alles was Friseure wissen müssen

Der COVID-19 Virus, besser bekannt als Coronavirus, hält die ganze Welt in Atem. Das öffentliche Leben wurde mehr und mehr eingeschränkt, um die Infektionen einzudämmen. Das bekam natürlich auch die Friseurbranche zu spüren. Aber gute Neuigkeiten: Ab dem 04. Mai dürfen Friseursalons in Deutschland unter bestimmten Auflagen wieder öffnen. Wir haben auf dieser Seite alle wichtigen Infos für Salonbesitzer gesammelt: Welche Hygienemaßnahmen musst du einhalten? Welche Unterstützung bekommst du nun vom Staat? Wie kommst du an den KfW-Kredit? Wie kommunizierst du jetzt richtig mit deinen Kunden? Wie nutzt du die Zeit der Schließung?

UPDATE zur Corona-Krise für Friseure

Wir halten euch auf dem Laufenden! Hier gibt es aktuelle Updates zur Corona-Krise, die Unternehmen nicht verpassen sollten.

+++Auflagen für Friseure ab dem 04. Mai+++
Seit dem 04. Mai haben Friseure ihre Geschäfte wieder geöffnet, allerdings müssen sie sich an bestimmte Hygienevorschriften halten.

+++ Schrittweise Lockerungen in Deutschland +++
Friseurbetriebe sollen sich darauf vorbereiten, dass sie ihren Betrieb vsl. ab dem 4. Mai wieder aufnehmen können – jedoch unter bestimmten Auflagen und unter Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung. Hier haben wir zusammengefasst, worauf du bei der Wiedereröffnung achten musst.
Wie genau diese Auflagen im Detail aussehen, wird wohl auf Länderebene entschieden. Hier gibt es die Beschlüsse in der Übersicht.

+++ KfW-Schnellkredite können ab dem 15.04.20 beantragt werden +++
Ab dem 15.04.20 können Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern den neuen Schnellkredit über ihre Hausbank beantragen.
Mehr Infos zu den Rahmenbedingungen und zur Antragsstellung gibt es hier

+++ Beratungen von KMU und Freiberuflern werden mit bis zu 4.000 Euro unterstützt +++
Das Bundeswirtschaftsministerium fördert ab sofort die Beratungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler bis zu einem Beratungswert von 4.000 Euro ohne Eigenanteil. Die verbesserten Förderkonditionen für die Inanspruchnahme professioneller Beratungsleistungen gelten befristet bis Ende 2020. Mehr dazu findet ihr hier.

+++ Anträge für Corona-Soforthilfen können in den nächsten Tagen gestellt werden +++
Mit Verwaltungsvereinbarungen und Vollzugshilfen für die Bundesländern sind nun alle Voraussetzungen für die Umsetzung der Corona-Hilfen für Soloselbstständige, kleine Unternehmen, Freiberufler und Landwirte geschaffen. In den nächsten Tagen können somit Anträge gestellt werden. Mehr Informationen sowie eine Übersicht der zuständigen Behörden der einzelnen Länder gibt es hier.

+++ Bundestag verabschiedet Soforthilfen in Höhe von bis zu 50 Milliarden Euro +++
Am 25.03.20 hat der Bundestag Soforthilfen für kleine Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler final verabschiedet. Es sind Einmalzahlungen zwischen 9.000 und 15.000 Euro vorgesehen. Nähere Informationen dazu findest du hier.

+++ KfW-Sonderprogramm ist seit Montag gestartet +++
Seit dem 23.03.20 gibt es das neue KfW-Sonderprogramm für Unternehmen, die durch die Corona-Krise vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind. Ein Faktenblatt zum neuen KfW-Programm findest du hier. Weitere Informationen gibt es auch auf der Website der KfW.

+++ Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden deutschlandweit geschlossen +++
Den Beschluss der Bundesregierung vom 22. März 2020 findest du hier.

+++ Bayern: Friseure, Gaststätten, Bau- und Gartencenter werden ab dem 21.03.20 geschlossen +++
Die Maßnahmen gelten vorerst bis zum 04. April 2020. Die Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums gibt es hier.

+++ Investitionsbank Berlin (IBB) nimmt ab heute Anträge auf Liquiditätshilfen entgegen +++
Kleine und mittlere Unternehmen bis zu 250 Mitarbeitern (einschließlich der Freien Berufe, Clubs und Restaurants) können ab dem 19.03.20 Liquiditätshilfen bei der IBB beantragen. Anträge können hier gestellt werden.

+++ Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise – Kabinett will über Lohnfortzahlung beraten +++
Arbeitsminister Heil möchte Lohneinbrüche bei einem Arbeitsausfall aufgrund von Kinderbetreuung verhindern. Nächste Woche soll zu diesem Vorhaben ein Gesetzentwurf auf den Weg gebracht werden.

+++ Erstes KfW-Hilfspaket steht bereits zur Verfügung +++
Die KfW hat ihre bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet. Diese Kredite können Freiberufler, Selbstständige und Unternehmen ab sofort über ihre Hausbanken beantragen. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Stand: 12.05.2020

Shore Light App

Was ist das COVID-19 Virus?

Das COVID-19 Virus, auch bekannt als Coronavirus, ist eine durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 verursachte Viruserkrankung und wurde am 11. März 2020 von der WHO als Pandemie eingestuft. Es ist erstmals Ende Dezember 2019 in der Millionenstadt Wuhan entdeckt worden und breitete sich anschließend weltweit aus. Das COVID-19 Virus verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion und die Inkubationszeit kann bis zu zwei Wochen betragen. Die Krankheitsverläufe sind unspezifisch, vielfältig und variieren stark.

Alle Infos wie Fallzahlen, Risikogebiete, Infektionsschutzmaßnahmen etc. zum COVID-19 Virus findest du auch auf der Seite des Robert-Koch-Instituts.

Wann dürfen Friseursalons wieder öffnen?

Die Bundesregierung ergreift umfassende Maßnahmen, um das Coronavirus zu bekämpfen. Kanzlerin Merkel sagte: „Das sind Maßnahmen, die es so in unserem Land noch nicht gegeben hat. Aber sie sind notwendig“. Zunächst gehörten Friseursalons zu den Geschäften, die weiterhin geöffnet haben durften – was für viel Kritik sorgte. Dann mussten auch Friseure ihre Salons angeordnet schließen. Ab dem 04. Mai 2020 dürfen sie unter bestimmten Auflagen wieder eröffnen. (Stand: 27.04.2020)

Geschäfte müssen wegen des Corona-Virus geschlossen werden

Welche Hygienemaßnahmen gelten für Friseursalons?

Ab dem 04. Mai dürfen Friseursalons unter Auflagen wieder öffnen. Im SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk sind alle Hygienemaßnahmen festgehalten, die für die Wiedereröffnung gelten. Dazu zählt das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung durch Mitarbeiter und Kunden sowie die Durchführung von Leistungen ausschließlich am gewaschenen Haar oder das Tragen von Einmalhandschuhen. Alle Vorgaben findest du hier.

Wie soll ich mit meinen Kunden kommunizieren?

Gerade für Dienstleister ist es sehr wichtig, dass sie in einer Situation wie der Corona-Krise professionell mit ihren Kunden kommunizieren. Ob am Telefon, per E-Mail oder über Social Media: Besonders wichtig ist es, sachlich und ruhig zu bleiben. Wir haben für dich zahlreiche Textvorlagen für alle möglichen Szenarien und Medien (SMS, E-Mail und Social Media) erstellt. Dazu bekommst du noch ein Bilderpaket mit passendem Bildmaterial – und das Ganze natürlich kostenlos!

Lies dazu auch unseren Artikel über die richtige Kundenkommunikation in Zeiten des Coronavirus.

Welche Unterstützung gibt es von der Bundesregierung?

Mit dem Coronavirus-Hilfsprogramm sollen Unternehmen und Arbeitsplätze geschützt werden. Auf der Website des Bundesfinanzministeriums heißt es: „Es ist genug Geld vorhanden, um die Krise zu bekämpfen. Diese Mittel werden wir jetzt einsetzen. Wir werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen. Darauf kann sich jede und jeder verlassen. Mit präzisen, schnell wirkenden Sofortmaßnahmen wird auf die konjunkturelle Entwicklung durch das Corona-Virus reagiert. Dies geschieht in enger Abstimmung mit den Ländern sowie mit europäischen und internationalen Partnern.“ Zu den Hilfsmaßnahmen zählen unter anderem die Anpassung der Kurzarbeiterregelung, ein leichterer Zugang zu KfW-Krediten (dazu unten mehr), eine Senkung der Steuervorauszahlungen uvm.

Wir haben für dich alle Maßnahmen des Coronavirus-Hilfsprogramm in diesem Artikel zusammengefasst. Da es neben diesen bundesweiten Beschlüssen aber auch immer noch individuelle Regelungen und Maßnahmen in den einzelnen Bundesländern gibt, haben wir zusätzlich eine Übersicht nach Bundesländern erstellt. Hier findest du für dein Bundesland alle Informationen, die für Salonbesitzer wichtig sind.
Dein Salon befindet sich gar nicht in Deutschland? Wenn du in Österreich oder in der Schweiz arbeitest, findest du hier Informationen über Coronavirus-Hilfsprogramme in deinem Land.

Was hat es mit den KfW-Krediten auf sich?

Angesichts der COVID-19 bedingten wirtschaftlichen Einbußen müssen sich Unternehmen aber auch Gedanken um ihre Zukunft machen. Hierzu hat die Bundesregierung ein„Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“ auf den Weg gebracht, um Unternehmen in der Corona-Krise wirtschaftlich zu unterstützen. Teil dieses Programms ist auch die Ausweitung von KfW-Krediten, die beispielsweise einfacher aufzunehmen sind und bei denen Risikoübernahmen erhöht wurden.

Wie genau diese KfW-Hilfen aussehen und wo man sie beantragen kann, erklärt dieser Artikel zu KfW-Krediten für Unternehmen in der Corona-Krise.

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Shore Experten-Livetalk: Aus der Krise lernen und richtig durchstarten

So kannst du die Zeit während der angeordneten Schließung sinnvoll nutzen

Die angeordnete Schließung trifft alle Friseursalons hart. Trotzdem kannst du die Zeit sinnvoll nutzen, um in deine Kundenbindung und deine Weiterbildung zu investieren. Es bringt nichts, den Kopf in den Sand zu stecken und Trübsal zu blasen. Es ist für niemanden eine einfachere Situation, aber machen wir doch einfach alle das Beste daraus!

#1 Halte deine Kunden auf dem Laufenden

Was jetzt wichtig ist: Bleibe deinen Kunden im Gedächtnis! Schließlich möchtest du ja nicht, dass deine Kunden nach der Corona-Krise bei der Konkurrenz landen. Deshalb solltest du sie auf dem Laufenden halten, was deine Salonschließung angeht. Gib ihnen regelmäßige Updates, nimm sie mit hinter die Kulissen und informiere sie natürlich rechtzeitig, wenn du wieder öffnest. Außerdem solltest du regelmäßig Newsletter versenden. Darin kannst du beispielsweise Styling- und Pflegetipps à la “Wenn der Friseurbesuch mal etwas warten muss” geben. Zeige deinen Kunden, wie sie den zu langen Pony gekonnt stylen oder was sie mit dem rauswachsenen Bob anstellen. Um deine Umsatzausfälle zu überbrücken, kannst du auch auf deine Produkte aufmerksam machen und diese versenden. Oder du wirbst für deine Geschenkgutscheine.

#2 Nimm dir Zeit für Social Media

Im hektischen Salonalltag bleiben deine Social Media Präsenzen häufig auf der Strecke. Da nun aber viele Menschen aufgrund von Quarantäne oder geschlossenen Arbeitsplätzen zu Hause sitzen, lohnt es sich bei Instagram, Pinterest, Facebook und Co. besonders aktiv zu sein. Hier kannst du ebenfalls die oben genannten Styling- und Pflegetipps verwenden, aber auch auf Produkte und Gutscheine aufmerksam machen. Nutze die Zeit, um neue Follower zu gewinnen, neuen Content zu produzieren, endlich ein Pinterest-Konto anzulegen oder dich intensiver mit dem ganzen Thema auseinander zu setzen. Mit unserem Social Media Planner kannst du schon einmal deine nächsten Wochen vorausplanen und in unserem Social Media Leitfaden findest du zahlreiche Tipps & Tricks rund um Instagram, Facebook und Co.

#3 Setze dich mit deinen Zahlen auseinander

In Zeiten der Corona-Krise müssen sich alle Salonbesitzer unumgänglich mit ihren Zahlen beschäftigen. Plötzlich fällt der Umsatz ganz oder teilweise weg und Friseure müssen schauen, wie sie über die Runden kommen. Das ist eine furchtbare Situation, aber vielleicht wird dem ein oder anderen auch bewusst, dass er sich in der Vergangenheit zu wenig mit seinen Zahlen auseinandergesetzt hat. Hast du dich schon einmal damit beschäftigt, ob du wirklich kostendeckend arbeitest? Oder ob du monatlich genügend Rücklagen bilden kannst? Wir haben für dich einen Lohnfaktor-Kalkulator erstellt, mit dem du berechnen kannst, wie viel Umsatz deine Mitarbeiter machen müssen. Außerdem stellen wir dir Excel-Kalkulatoren bereit, mit denen du deinen Stundensatz berechnen und die Leistung mit dem meisten Gewinn ermitteln kannst.

#4 Nutze die Zeit für Weiterbildung

Wer hat als Friseur schon Geld für einen eigenen Grafiker oder Online Marketing Manager? Trotzdem sind diese Bereiche unerlässlich, wenn du einen erfolgreichen Salon führen möchtest. Nutze die Corona-Krise, um dich weiterzubilden. Da hätten wir zum Beispiel unser E-Book zum Thema “Online-Marketing für Dienstleister”, unsere Webinare zu den Themen Newsletter-Marketing oder Suchmaschinenoptimierung – alles natürlich kostenlos! Oder du meldest dich für die ebenfalls kostenlose Shore Academy an und lernst in flexiblen Online-Kursen jede Menge über Online-Marketing und Design.

#5 Starte endlich digital durch

Du arbeitest immer noch mit einem tonnenschweren Terminbuch und deine Kundendaten schlummern in einem riesigen Aktenschrank? Dann nutze die Zeit, um endlich digital durchzustarten! Online-Terminbuchung über Website, Instagram und Google, Online-Kalender, digitale Kundendatenbank, Newsletter-Tool, Terminerinnerungen, Kassensystem – das und vieles mehr bietet dir die Shore Software. Da du finanziell gerade genug zu kämpfen hast, kannst du Shore 15 Tage vollkommen kostenlos testen und danach gibt es unsere Software schon ab 29 Euro pro Monat. Außerdem schenken wir unseren Basic-Kunden für 8 Wochen Zugang zu unserem E-Mail-Newsletter-Tool, damit sie ihre Kunden auf dem Laufenden halten können.

Wie geht es anderen Friseuren und Unternehmern in der Corona-Krise?

Auch wenn du dein Geschäft schließen musstest, jetzt zu Hause sitzt, dir Gedanken über die Zukunft deines Salons machst und gerade keine Kunden oder Kollegen zu Gesicht bekommst- du bist nicht allein. So wie dir geht es jetzt vielen anderen Friseuren und Unternehmern auch! In unserer Interview-Reihe „Unternehmen in der Corona-Krise“ kannst du lesen, wie es deinen Kollegen gerade geht und wie sie versuchen, die Situation zu meistern:

Und kennst du schon unsere Corona-Austauschgruppe für kleine Unternehmen und Dienstleister bei Facebook? Dort kannst du dich mit anderen Selbstständigen vernetzen und Erfahrungen teilen. Außerdem bekommst du regelmäßige Updates zur aktuellen Situation. #gemeinsamsindwirstark

Wo kann ich mich informieren?

Hier findest du eine Liste mit Webseiten, auf denen du dich als Unternehmer in der Corona-Krise informieren kannst. Außerdem haben wir hier auch wichtige Kontaktdaten zusammengestellt.

  • Den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk findest du hier.
  • Eine Übersicht über KfW-Corona-Hilfen für Unternehmen findest du hier.
  • Informationen vom Bundesfinanzministerium und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie über das Maßnahmenpaket für Beschäftigte und Unternehmen findest du hier.
  • Die Hotline der KfW, bei der man sich als Selbstständiger oder Unternehmer über Kredite informieren kann lautet: 0800 539 9001.
  • Hotlines für Unternehmen, die allgemeine Fragen zum Coronavirus oder wirtschaftsbezogene Fragen im Zusammenhang mit dem Virus haben oder Kurzarbeitergeld beantragen wollen, findest du hier.
  • Informationen zum Coronavirus vom deutschen Industrie- und Handelskammertag für deutsche Unternehmen findest du hier.
  • Aktuelle Informationen zum Corona-Virus vom Robert-Koch-Institut findest du hier

 

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