Handeln wie auf dem Basar: So geht beschaffungsorientierte Warenwirtschaft

beschaffungsorientierte warenwirtschaft

Für den Einzelhändler entscheidet der Einkaufspreis seiner Waren maßgeblich über den Verkaufspreis und den damit zu erzielenden Gewinn. Mittels beschaffungsorientierter Warenwirtschaft gelingt der wirtschaftliche Einkauf von Waren, aber nur dann, wenn man einige Regeln befolgt. Wir geben heute eine kurze Zusammenfassung zum Thema beschaffungsorientierte Warenwirtschaft und zeigen dir, wie du mit dem richtigen Know-How bares Geld beim Einkauf sparen kannst.

Beschaffungsorientierte Warenwirtschaft ‒ Was kommt auf den Einkaufszettel?

Im Grunde funktioniert beschaffungsorientierte Warenwirtschaft im Einzelhandel genauso wie der Einkauf für die Großfamilie zu Hause. Als Erstes kommt die Bestands- und Bedarfsermittlung oder auch Warendisposition. Heißt: Wir schauen sinnbildlich in den Kühlschrank, in die Vorratskammer und sicherheitshalber auch noch im Keller und verschaffen uns einen Überblick über unsere Vorräte. Unternehmerisches Pendant ist hier der Verkaufsraum oder das Lager.

Mit einem Warenwirtschaftsprogramm kann man die Bestandsaufnahme fix am Computer erledigen. Nun wissen wir also, welche Dinge in welcher Menge vorhanden sind und was eventuell gänzlich zur Neige gegangen ist.

Es folgt die Einkaufsliste:

Auf die Liste kommt nun alles, was fehlt. Aber hier wird es etwas knifflig: Denn es gilt nicht nur, fehlende Artikel nachzukaufen, sondern auch die erforderliche Menge zu ermitteln. Im Unternehmen muss man dabei gewisse Faktoren und eventuelle Ereignisse berücksichtigen, wie:

  • Wer ist in deiner Kundenzielgruppe enthalten und was spricht sie besonders an?
  • Wie viele Nischenprodukte bietest du an und wie hoch ist hier die Nachfrage?
  • Handelt es sich bei dem Produkt um saisonale Ware, die sich etwa nach Feiertagen richtet?
  • Wie sieht es mit deinen Lagermöglichkeiten aus? Kannst du große Mengen aufbewahren?

Für eine effiziente, beschaffungsorientierte Warenwirtschaft brauchen wir also einen genauen Zeitplan, die Ermittlung der benötigten Warenmenge und die Planung entsprechender Lagerkapazitäten. Im Einzelhandel lässt sich das zum Beispiel mit einer Inventur App vorbereiten und der Bestellprozess über eine geeignete Software organisieren.

Von Zeit zu Zeit empfiehlt es sich auch, Ihre beschaffungsorientierte Warenwirtschaft einer Prüfung zu unterziehen, um die Wirtschaftlichkeit zu analysieren.

Einkaufen mit beschaffungsorientierter Warenwirtschaft

Clever eingekauft mit beschaffungsorientierter Warenwirtschaft

Wenn wir wissen, was in welcher Menge gekauft werden muss, geht es mitsamt Geldbörse und Einkaufszettel zum Einkaufen. Nur gehen wir dazu heute mal nicht in den nächsten Supermarkt, sondern auf einen orientalischen Basar. Voraussetzung für erfolgreiches Handeln auf dem Basar, respektive mit den Lieferanten, sind Geduld und Verhandlungsgeschick. Nun ist natürlich nicht jeder zum Feilschen geboren. Aber mit ein paar Tricks gelingt auch dies ganz einfach.

Trick 1: Nichts überstürzen

Wir stürzen nicht auf den nächstbesten Markstand zu und kaufen wild drauflos, sondern verschaffen uns erst einmal einen Überblick über die verschiedenen Anbieter und deren Angebote. Das gilt genauso für den Wareneinkauf im Einzelhandel und den Umgang mit den Lieferanten. Schaue dich immer mal wieder nach neuen Herstellern, Lieferanten und Großhändlern um und prüfe beziehungsweise vergleiche regelmäßig die Einkaufspreise und sonstigen Konditionen (Versandkosten, Gebühren, Rabatte).

Trick 2: Cool bleiben

Ja, die Hitze auf so einem Basar kann einem schnell zu Kopf steigen, besonders wenn sich die Sinne im Farben- und Duftrausch befinden. Auch für Händler und Lieferanten gilt die Devise: Nicht den „Will-ich-sofort-haben“-Blick aufzusetzen, sondern erstmal das Pokerface. Achte auf Angebote für Rest- und Sonderposten, vermeide, soweit es möglich ist, Zwischenhändler und Wiederverkäufer und ganz wichtig: Habe Mut zum Verhandeln!

Trick 3: Nicht einwickeln lassen

Der Händler auf dem Basar wird versuchen, dich mit frischem Tee und Schmeicheleien einzuwickeln, sodass du den Stand nicht ohne schlechtes Gewissen verlassen kannst, wenn du nichts kaufst. Auch die Lieferanten hierzulande bedienen sich gern einiger Kniffe, um den Einkäufer auszutricksen und Produkte zu hohen Preisen zu verkaufen. Sei aufmerksam und lass dich davon nicht beeinflussen!

Fazit

Beschaffungsorientierte Warenwirtschaft ist also kein Märchen aus Tausendundeiner Nacht, sondern eine Mischung aus Planung, Organisation und Spaß am Handeln. Wir bei Shore bieten dir mit unserem mobilen Kassensystem volle Kontrolle über deinen Warenbestand. So wird die beschaffungsorientierte Warenwirtschaft zum Kinderspiel!

Diese Artikel könnten dich auch interessieren