Existenzgründung: Diese 7 Fragen solltest du dir unbedingt stellen!

Existenzgründung planen

Du möchtest dich im Einzelhandel selbstständig machen, kannst aber nicht unbedingt von dir behaupten, ein Ass beim Thema Existenzgründung zu sein? Du hast tolle Ideen, weißt aber nicht, wie du ihre Umsetzung finanzieren kannst? Dann bist du hier genau richtig. Denn in diesem Artikel zeigen wir dir, welche Fragen du dir zu Existenzgründung, Gründungsberatung, Planung und Finanzierungsmöglichkeiten unbedingt stellen solltest. Legen wir los!

#1 Kenne ich mich aus?

Wenn du gestern dein Interesse für selbstgebackene Hundeleckerlis entdeckt hast und heute überlegst, in einem eigenen Laden glutenfreie und vegane Haustier-Snacks zu verkaufen, solltest du vielleicht noch einmal kurz innehalten. Du solltest dich nicht aus einer spontanen Laune heraus dafür entscheiden, Einzelhändler zu werden. Unbedingte Voraussetzung ist, dass du dich in deiner ausgewählten Branche auskennst. Um mit der Konkurrenz mithalten zu können, brauchst du fundiertes Fachwissen und eine geeignete Ausbildung. Beispielsweise solltest du dich wenigstens etwas mit betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Belangen auskennen. Nur so kannst du deinen Laden den Bedürfnissen der Kundschaft optimal anpassen und hast Chancen, auf dem Markt zu bestehen.

#2 Bin ich der Typ dafür?

Einzelhändler sein oder nicht sein – das ist hier die Frage! Nicht jeder wird als der perfekte Einzelhändler geboren. Aber auch nicht jeder ist für die Selbstständigkeit „geeignet“. Die Floskel à la „selbst und ständig“ erscheint zunächst plakativ, hat aber einen wahren Kern. Denn nine to five, ein geregelter Feierabend und zwei Tage Wochenende sind erst einmal passé. Allerdings kannst du auch die andere Seite sehen: Du bist dein eigener Chef, kannst selbst Entscheidungen treffen und kannst alles so umsetzten, wie du es dir vorstellst.

#3 Gibt es Bedarf oder zu viel Konkurrenz?

Eine Sache ist klar: Dein Laden wird nur laufen, wenn dein Angebot auch nachgefragt wird. Gleichzeitig darf aber die Konkurrenz auch nicht zu groß sein. Den vierten Laden für Angelzubehör in einer Straße zu eröffnen ist eher keine gute Idee. Wichtig ist also, dass du dir im Vorhinein überlegst, wie du dich von der Konkurrenz abheben wirst beziehungsweise was dein Alleinstellungsmerkmal sein wird. Dein Konzept und deine Produktauswahl sollten auf eine festgelegte Zielgruppe und ihren Bedarf ausgerichtet sein. Deshalb ist eine gute Recherche und Analyse am Anfang unabdingbar: Lies Fachzeitschriften, schaue dir Marktanalysen an, besuche Messen oder gucke dich in den Läden der potenziellen Konkurrenz um. Das kann dir helfen, dein Profil so präzise wie möglich zu definieren.

Fachwissen zur Existenzgründung aufbauen

#4 Wo kann ich mir Unterstützung holen?

Steht man ganz am Anfang seiner Selbstständigkeit, ist es sinnvoll, sich einen guten Berater zu holen. Dieser hilft einem zunächst einmal, den Berg von unbeantworteten Fragen zu klären, der vor einem liegt. Außerdem bist du darauf angewiesen, dass sich jemand auskennt und mit dir einen erreichbaren Zeitplan und realistische Ziele für Geschäftszahlen aufstellt. Es gibt professionelle Existenzgründerberatungen, die dir helfen können, deinen Marktwert einzuschätzen, die Konkurrenz zu analysieren, dein Angebot zu besprechen, einen Businessplan zu erstellen und die Finanzierung zu planen. Übrigens: Die Existenzgründung kann sogar öffentlich bezuschusst werden.

#5 Allein, im Team, Nachfolger oder Franchisenehmer?

Neugründung

Die Neugründung zählt zu den beliebtesten Gründungsformen. Wenn du dich entscheidest, alleine neu zu gründen, besitzt du die alleinige Entscheidungsgewalt und kannst alles nach deinen Vorstellungen und Wünschen planen, gestalten und umsetzen. Natürlich stehst du mit allen Herausforderungen und Verantwortungen auch erst einmal alleine da.

Teamgründung

Hier teilst du dir alles mit deinem Geschäftspartner: die Ideen, die Arbeit, die Planung, die Verantwortung, das Risiko und die Ausarbeitung eurer Vorstellungen. Großer Vorteil ist, dass jeder seine Stärken einbringen und eventuelle Schwächen (wie mangelnde Fachkenntnisse) des anderen ausgleichen kann. Bei kombinierten Geschäftsmodellen (z.B. Produkte verkaufen und gleichzeitig ein Café betreiben) müssen meist zwei Bereiche geleitet werden. Hier würde sich eine Teamgründung besonders anbieten.

Existenzgrüdung im Team

Nachfolge

Ein guter Weg in die Selbstständigkeit ist es auch, die Nachfolge für ein bestehendes Geschäft zu übernehmen. Das ist komfortabel: Man ist bereits am Markt etabliert, hat einen Kundenstamm und ggf. eingearbeitete Mitarbeiter. Natürlich solltest du vor der Übernahme sicher sein, dass das Geschäft gut läuft – und du keinen Laden übernimmst, in den du erst einmal saftig Geld und Zeit hineinstecken müsstest. Übrigens: Auf der Plattform NexxtChange kannst du nach Ladenbesitzern suchen, die einen Nachfolger brauchen. Vielleicht wirst du ja fündig!

Franchisenehmer

Wenn du kein hohes Risiko übernehmen willst, keine besondere Idee hast und nicht von Anfang an die volle Verantwortung tragen willst, ist Franchising vielleicht eine Möglichkeit für dich. Du kooperierst mit einem Partner, der dir das Geschäftsmodell zur Verfügung stellst und dem du monatliche Gebühren zahlst. Du kannst von einem gewissen Bekanntheitsgrad profitieren, musst dich aber auch an das vorgefertigte Konzept halten. Deshalb solltest du dich auch gut mit der bereitgestellten Idee identifizieren können.

#6 Habe ich schon einmal von einem Businessplan gehört?

Ein guter Businessplan ist das Herzstück des Geschäftserfolgs. Deinen Businessplan arbeitest du zum einen für dich selbst aus: Du legst deine Vorhaben und deine Ziele fest und schätzt ein, was machbar ist und was nicht. Zum anderen kannst du deinen Businessplan eventuellen Investoren, Bankern, Behörden oder Lieferanten vorlegen, um sie von dir und deiner Idee zu überzeugen. So oder so ist es unabdingbar, dass du dein Vorhaben einmal vollständig zu Papier bringst. Du hast noch keine Ahnung, wie dein Businessplan aussehen könnte? Dann hilft dir unser Artikel „Wie erstelle ich einen Businessplan für mein Unternehmen?“ sicher weiter.

Einen Businessplan zur Existenzgründung erstellen

#7 Wie kann ich meinen Plan finanzieren?

Let’s talk about money! Du hast die perfekte Geschäftsidee – woher kommt die Kohle? Diese Frage solltest du ganz zu Beginn klären und dabei sehr sorgfältig sein. Stelle einen detaillierten Finanzierungsplan auf, der auf jeden Fall die ersten drei Geschäftsjahre umfasst. Überlege dir, wie viel du durch Eigenkapital stemmen kannst und wie viel du durch Fremdkapital finanzieren möchtest. Außerdem solltest du dir überlegen, welche Hilfen du beantragen möchtest – den Gründerkredit der KfW, einen Gründerzuschuss beim Arbeitsamt, etc. Denke auch daran, dass es manchmal ziemlich lange dauern kann, bis Fördermittelanträge bewilligt werden. Um Kredite zu bekommen, musst du häufig Bürgschaften, Schulden, Übereignungen, Hypotheken, etc. transparent machen und diese ggf. in dein Konzept mit einfließen lassen.

Du brauchst noch mehr Informationen?

Wir haben dir hier ein paar Seiten zusammengestellt, auf denen du noch mehr praktische Informationen rund um die Existenzgründung findest:

  • existenzgruender.de ist eine Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mit Checklisten, rechtlicher Beratung, Ämter-Finder & Co.
  • Die Seite der Bundesagentur für Arbeit informiert über Existenzgründung und Gründungszuschuss
  • Die Industrie- und Handelskammer berät Gründer und stellt Informationen zu Finanzierung, Sicherung, Gründungsforderung, etc. bereit
  • Bei der KfW dreht sich alles um Finanzierung und Förderung
  • Die Gründerplattform ist öffentlich gefördert und unterstützt Gründer in allen Belangen

Werde konkreter!

Wenn du dir diese sieben grundlegenden Fragen gestellt hast, kannst du mit deinen Plänen schon etwas konkreter werden. Wie funktioniert die Gewerbeanmeldung? Wie richte ich mein Google My Business Profil ein? Was macht eigentlich gutes Marketing aus? Und welche Kasse eignet sich für dein Geschäft? Die letzte Frage können wir dir sofort beantworten: Shore POS. Denn dieses Kassensystem hat es echt drauf – Kasse, Buchhaltung, Warenwirtschaft, Kundenverwaltung und Onlineshop in nur einer einzigen App!

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